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Nationalsozialismus

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Olympia
So heißt der zweiteilige Film von Leni Riefenstahl über die Olympischen Spiele von 1936. Sowohl das IOC als auch Goebbels' Propagandaministerium wollten einen Film, der das Ereignis für das Weltpublikum festhält. Leni Riefenstahl, die bereits 1934 im Propagandafilm Triumph des Willens den Nürnberger Reichsparteitag der NSDAP nach der Machtergreifung glorifiziert hatte, bekam von Goebbels beinahe jeden Wunsch erfüllt, solange der Film nur eindrucksvoll werden würde.

Tatsächlich arbeitete Riefenstahl mit 47 Kameramännern und der modernsten Technik, die die Filmwelt damals aufzubieten hatte. Manches war Weltpremiere, beispielsweise die Unterwasserkamera im Becken der Turmspringer. Im Olympiastadion ließ Riefenstahl Schienen verlegen, auf denen Kameras fuhren. Die Regisseurin und ihre Kameramänner probten Aufnahmen und Einstellungen im Voraus und nutzten Anfang 1936 das Training der olympischen Athleten für die Aufnahme extremer Naheinstellungen.

Insgesamt vierhundert Kilometer Film belichtete Riefenstahl und brauchte bis 1938, um Olympia auf vier Stunden Spiellänge zu schneiden. Am Ende waren die Kritiker begeistert, in Deutschland wie im Ausland. Riefenstahls Sinn für Ästhetik und Originalität ermöglichte Einstellungen, die vorher noch nie zu sehen waren und Vorbild für Regisseure bis heute sind.

In England und in den USA boykottierten die Verleihe allerdings den Film wegen der zunehmenden antisemitischen Gewalt im Deutschen Reich. Heute gilt Olympia trotz propagandistischer Untertöne als Meilenstein der Filmgeschichte und als einer der wichtigsten Filme überhaupt. Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh dem Film 2006 das Prädikat "Besonders wertvoll".

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Der Fackellauf...
vor Eröffnung der Spiele war eine Idee aus Goebbels' Propagandaministerium, das auch die Organisation des Laufes vom griechischen Olympia durch Bulgarien, Jugoslawien, Ungarn, Österreich und die Tschechoslowakei nach Berlin übernahm. Der Lauf sollte Deutschland als Erben des Hellenismus zeigen.

Die Strecke war 3.075 Kilometer lang. 3.400 Fackelläufer aus den sieben Ländern der Laufstrecke trugen die Fackel, die jeweils etwa zehn Minuten brannte, bevor sie vom nächsten Läufer ersetzt werden musste. In jeder Landeshauptstadt bereitete das deutsche Propagandaministerium eine so genannte Weihestunde vor, mit der die Ankunft des Feuers durch Entzünden eines Altars unter Hakenkreuzflaggen gefeiert wurde.

In Wien kam es dabei zu Ausschreitungen österreichischer Nationalsozialisten, die den Anschluss ans Deutsche Reich forderten. In der Tschechoslowakei demonstrierten Menschen gegen die selbstherrliche Darstellung der Deutschen.

Auf einem Propagandaplakat war das Sudentenland bereits als zum Deutschen Reich gehörig eingezeichnet - Demonstranten entfernten daraufhin Plakate und Hakenkreuzflaggen und brachten während eines Gerangels in Prag sogar die olympische Flamme kurzfristig zum Erlöschen.

Als die Fackel in Berlin ankam, standen zur Weihestunde im Berliner Lustgarten zwanzigtausend Hitlerjungen und vierzigtausend SA-Männer Spalier. Nach einer Rede von Propagandaminister Goebbels trug der deutsche Leichtathlet Fritz Schilgen die Flamme schließlich ins Stadion.