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Widerstand

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Am 16. April 1886 wird Ernst Thälmann in Hamburg geboren. Die Eltern betreiben eine Kellerwirtschaft in der Nähe des Hamburger Hafens. 1892 verurteilt man beide zu zwei Jahren Zuchthaus wegen Hehlerei.

1902 verlässt Ernst im Streit das Elternhaus und landet im Obdachlosenasyl. 1903 wird er Mitglied der SPD. Ab 1904 fährt Thälmann als Heizer auf einem Frachter. Von 1913 bis 1914 arbeitet er als Kutscher.

Von 1915 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs kämpft Thälmann an der Front im Westen. Er wird mehrfach verwundet. 1915 heiratet er Rosa Koch. Aus dieser Ehe geht die Tochter Irma hervor. Thälmann desertiert 1918 und tritt der USPD bei.

Ab März 1919 ist Thälmann Vorsitzender der Hamburger USPD und wechselt mit der Mehrzahl der USPD-Mitglieder zur KPD. Im Sommer 1921 fährt Thälmann als Delegierter nach Moskau und lernt dort Lenin kennen.

1923 organisiert Thälmann den Hamburger Aufstand. Der Aufstand, der vom 23. bis 25. Oktober die Hansestadt erschüttert, scheitert - und Thälmann muss untertauchen. Das Scheitern wirft er den ehemaligen KPD-Vorsitzenden und "Rechtsabweichlern" Heinrich Brandler und August Thalheimer vor.

Am 1. Februar 1925 wird Thälmann Vorsitzender der KPD, nachdem seine Vorgängerin Ruth Fischer als "Linksabweichlerin" aus der Partei ausgeschlossen wurde. Im selben Jahr kandidiert Thälmann - chancenlos - für das Amt des Reichspräsidenten.

Im September 1928 entbindet das Politbüro der KPD Thälmann von seinen Funktionen, weil er seinen Schützling John Wittorf - im Zusammenhang mit der Unterschlagung von Parteigeldern - gedeckt hat. Stalin interveniert über das Exekutivkomitee der Komintern, so erhält Thälmann seine Funktionen wieder, und gilt nun als unumschränkte Autorität.

Im Juni 1929 wendet sich Thälmann entsprechend Stalins Weisung gegen die SPD. Die Sozialfaschismusthese ist nun offizielle Parteidoktrin. 1932 kandidiert er erneut für das Amt des Reichspräsidenten.

Am 30. Januar 1933 ergreift Hitler die Macht. Thälmann propagiert während einer letzten halblegalen Politbürositzung in Ziegenhals bei Berlin die Idee der Volksfront. Am 3. März 1933 wird Thälmann in der Wohnung seiner Berliner Geliebten verhaftet.

Von März 1933 bis August 1944 sitzt Thälmann in verschiedenen Gefängnissen ein. Illegale Kuriere versorgen ihn mit Nachrichten aus Moskau und transportieren Briefe von ihm in die Sowjetunion. Thälmanns Hoffnung, dass Stalin ihn freikauft, gewaltsam befreien lässt oder austauscht, schwindet.

Am 17. August 1944 bringen zwei Gestapobeamte Thälmann aus dem Gefängnis Bautzen in Richtung des Konzentrationslagers Buchenwald. Wo Thälmann ermordet wurde, ist bis heute unklar.