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Marine

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Eine kurze U-Boot-Geschichte
Nach Ende des Ersten Weltkrieges reduzierte der Versailler Vertrag den Bestand der deutschen Kriegsmarine auf wenige Kreuzer, Zerstörer und Torpedoboote. Der Bau von U-Booten und Flugzeugträgern war ebenso untersagt. Erst 1935 gestattete Großbritannien der deutschen Marine im deutsch-britischen Flottenabkommen eine Aufstockung ihrer Schiffsstärke auf 35 Prozent der britischen. Das vertraglich festgelegte Stärkeverhältnis von 35 zu 100 bezog sich auf die Gesamttonnage sowie auf die einzelnen Schiffsklassen.

Einzige Ausnahme bildeten die U-Boote - Deutschland durfte genau so viele bauen, wie England besaß. Primäre Aufgabe der 57 bis Kriegsbeginn gebauten U-Boote war die Versenkung alliierter Geleitzüge, um Englands Versorgung zu unterbrechen. Mit dem Kriegseintritt der USA änderte sich die deutsche Taktik. Nun ging es darum, mehr Schiffe zu versenken, als der Gegner produzieren konnte, was anfangs auch gelang.

Durch technische Neuerungen, wie Kurzwellenpeilung oder Radar, und die Eskortierung der Geleitzüge wurden die deutschen U-Boote ab 1943 vom Jäger zum Gejagten. So zerstörten die Alliierten zwischen 1943 und 1945 fast siebenhundert deutsche Unterseeboote. Den Großteil der verbliebenen 376 U-Boote ließ der Befehlshaber der Marine, Großadmiral Karl Dönitz, im Mai 1945 versenken, damit sie dem Gegner nicht in die Hände fielen.