Prinz Adalbert von Preußen (1811 bis 1873) - hier in schnittiger Marineuniform - gründete die deutsche Flotte.
Schrottplatz und Seeventil
Es gab Ärger mit dem Nachbarn: Schiffe des dänischen Königs blockierten wirkungsvoll norddeutsche Hafenstädte. Und Deutschland war zerstritten, im Umbruch, in jenem Revolutionsjahr 1848. Da wurden unter den Parlamentariern der Frankfurter Paulskirche Rufe nach einer eigenen, deutschen Marine laut. Am 14. Juni kam es zum Beschluss: Kriegsschiffe unter schwarz-rot-goldener Flagge!Admiral Brommy
Das Konzept stammte von einer "Landratte", Prinz Adalbert von Preußen. Immerhin stand dem Blaublüter mit Kapitän Rudolf Bromme ein erfahrener Handelsschiffer zur Seite, und schon im Oktober hatte "Admiral Brommy" seinen ersten Verband aus mehreren Dampffregatten beieinander.
Kurze maritime Herrlichkeit
Doch ach, die Revolution scheiterte, die Politiker schlossen Frieden - und 1850 war es mit der maritimen Herrlichkeit auch schon vorbei: 1852/53 versteigerte man die Schiffe in Bremerhaven und Vegesack. Teile dieser ersten deutschen Flotte landeten auf dem Schrottplatz, andere gingen in die Preußische Marine über, eine unbedeutende Streitmacht.
Küstengewässer statt hoher See
Kurz war dann der Weg über die Marine des Norddeutschen Bundes (nach dem Krieg von 1866) bis zur Kaiserlichen Marine ab 1871. Als herausragendes Ereignis wäre noch die Einweihung des Kriegshafens Wilhelmshaven durch König Wilhelm I. 1869 zu erwähnen. Ob Kaiserreich (nach 1871) oder nicht, die Marine der Deutschen dümpelte erst mal weiter vor sich hin, vorwiegend in den Küstengewässern. Das aber sollte sich bald ändern. Deutschland endlich zur Macht auf See verhelfen, das wollte Kaiser Wilhelm II. Nicht nur Seemacht freilich, Weltmacht hieß das eigentliche Ziel. Wilhelm, immer nach England schielend, strebte eine Flotte an, welche die Briten ernst nehmen sollten. Nach seiner Krönung 1888 protegierte der Kaiser den Admiral von Tirpitz als Strategen zur See.
Lasst sie kommen
Vorerst war Tirpitz allerdings eher Stratege der Werften. Wollte man aber in Deutschland ganz ehrlich nur für voll genommen werden, empfanden die Briten das deutsche Rüsten rasch als Bedrohung: Kiel wurde gegen Kiel gesetzt, immer gewaltigere und feuerstärkere Schiffstypen entstanden in den Konstruktionsbüros. Die Briten sollten "kommen" (nämlich mit Bündnisangeboten), so Tirpitz' Kalkül. Sie kamen aber nicht. In Deutschland spektakelte derweil eine Lobby begeisterter Marinefans herum - mit dem Kaiser an der Spitze...
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Eine kurze U-Boot-Geschichte
Nach Ende des Ersten Weltkrieges reduzierte der Versailler Vertrag den Bestand der deutschen Kriegsmarine auf wenige Kreuzer, Zerstörer und Torpedoboote. Der Bau von U-Booten und Flugzeugträgern war ebenso untersagt. Erst 1935 gestattete Großbritannien der deutschen Marine im deutsch-britischen Flottenabkommen eine Aufstockung ihrer Schiffsstärke auf 35 Prozent der britischen. Das vertraglich festgelegte Stärkeverhältnis von 35 zu 100 bezog sich auf die Gesamttonnage sowie auf die einzelnen Schiffsklassen.
Einzige Ausnahme bildeten die U-Boote - Deutschland durfte genau so viele bauen, wie England besaß. Primäre Aufgabe der 57 bis Kriegsbeginn gebauten U-Boote war die Versenkung alliierter Geleitzüge, um Englands Versorgung zu unterbrechen. Mit dem Kriegseintritt der USA änderte sich die deutsche Taktik. Nun ging es darum, mehr Schiffe zu versenken, als der Gegner produzieren konnte, was anfangs auch gelang.
Durch technische Neuerungen, wie Kurzwellenpeilung oder Radar, und die Eskortierung der Geleitzüge wurden die deutschen U-Boote ab 1943 vom Jäger zum Gejagten. So zerstörten die Alliierten zwischen 1943 und 1945 fast siebenhundert deutsche Unterseeboote. Den Großteil der verbliebenen 376 U-Boote ließ der Befehlshaber der Marine, Großadmiral Karl Dönitz, im Mai 1945 versenken, damit sie dem Gegner nicht in die Hände fielen.
Nach Ende des Ersten Weltkrieges reduzierte der Versailler Vertrag den Bestand der deutschen Kriegsmarine auf wenige Kreuzer, Zerstörer und Torpedoboote. Der Bau von U-Booten und Flugzeugträgern war ebenso untersagt. Erst 1935 gestattete Großbritannien der deutschen Marine im deutsch-britischen Flottenabkommen eine Aufstockung ihrer Schiffsstärke auf 35 Prozent der britischen. Das vertraglich festgelegte Stärkeverhältnis von 35 zu 100 bezog sich auf die Gesamttonnage sowie auf die einzelnen Schiffsklassen.
Einzige Ausnahme bildeten die U-Boote - Deutschland durfte genau so viele bauen, wie England besaß. Primäre Aufgabe der 57 bis Kriegsbeginn gebauten U-Boote war die Versenkung alliierter Geleitzüge, um Englands Versorgung zu unterbrechen. Mit dem Kriegseintritt der USA änderte sich die deutsche Taktik. Nun ging es darum, mehr Schiffe zu versenken, als der Gegner produzieren konnte, was anfangs auch gelang.
Durch technische Neuerungen, wie Kurzwellenpeilung oder Radar, und die Eskortierung der Geleitzüge wurden die deutschen U-Boote ab 1943 vom Jäger zum Gejagten. So zerstörten die Alliierten zwischen 1943 und 1945 fast siebenhundert deutsche Unterseeboote. Den Großteil der verbliebenen 376 U-Boote ließ der Befehlshaber der Marine, Großadmiral Karl Dönitz, im Mai 1945 versenken, damit sie dem Gegner nicht in die Hände fielen.



