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Napoleon

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Der Weg zur Macht

15. August 1769: Napoleon Bonaparte wird als Sohn eines korsischen Kleinadligen und Advokaten in Ajaccio auf Korsika geboren.

1784 bis 1785: Nach einem Studium an der École royale militaire in Paris wird Bonaparte Leutnant der Artillerie. 1789 wirft die Französische Revolution seine Zukunftspläne über den Haufen.

1791 bis 1793: Bonaparte dient als Offizier in der korsischen Nationalgarde und erklärt sich für die Jakobiner. 1793 spielt er eine führende Rolle bei der Belagerung der Hafenstadt Toulon. Zum Dank ernennt ihn Maximilien Robespierre zum General. Nach dem Ende der Jakobinerdiktatur verschwindet Bonaparte im Abseits.

1795: Trotz Robespierres Sturz gelingt Bonaparte das politische Comeback. Mit Geschützfeuer lässt er am 5. Oktober 1795 einen royalistischen Aufstand in Paris zusammenschießen. Im Umkreis der neuen Machthaber lernt Bonaparte seine spätere Ehefrau Joséphine de Beauharnais kennen. Bonaparte wird Oberbefehlshaber der Armee des Inneren.

9. März 1796: Bonaparte heiratet Joséphine.

1797/98: Bonaparte zieht in den italienischen Feldzug gegen Österreich. Dabei erringt er spektakuläre Siege gegen zahlenmäßig überlegene Armeen und schickt erbeutete Kunstschätze und viele Millionen Franc in Gold an das Direktorium in Paris. Er selbst ist nun ein reicher Mann.

Frühjahr 1798: Die Pariser Machthaber, denen der erfolgreiche General unheimlich wird, senden eine Armee unter Bonapartes Kommando zur Eroberung Ägyptens. Die Expedition scheitert, Bonaparte desertiert rechtzeitig und betritt am...

9. Oktober 1799 wieder französischen Boden. Dort begrüßt man ihn als Volkshelden, weil das Pariser Direktorium wegen Korruption, Misswirtschaft und militärischer Niederlagen inzwischen jeden Kredit verspielt hat.

9. und 10. November 1799 (18. Brumaire): Bonaparte putscht gegen das Direktorium, wobei er Teile der legalen Institutionen auf seine Seite zieht. Im Zuge einer Verfassungsänderung wird er zum Ersten Konsul für zehn Jahre "gewählt". Damit ist er de facto Diktator Frankreichs.

14. Juni 1800: General Bonaparte besiegt bei Marengo eine große österreichische Armee. Die Rettung vor drohender Niederlage verdankt er General Desaix, der in der Schlacht fällt.

2. August 1802: Legitimiert durch eine manipulierte Volksabstimmung, macht sich Bonaparte zum Ersten Konsul auf Lebenszeit. Später im Jahr 1802 stiftet der Konsul den Orden der Ehrenlegion.

21. März 1804: Bonaparte erlässt den Code civil, 1807 umbenannt in Code Napoleon, das erste bürgerliche Gesetzbuch. Kern des neuen Gesetzbuchs ist die Gleichheit aller (männlichen) Bürger vor dem Gesetz und der Schutz des Privateigentums. Bonaparte hat damit die juristische Basis für die Marktwirtschaft gelegt.

2. Dezember 1804: Napoleon krönt sich in der Kathedrale von Notre Dame in Anwesenheit des Papstes Pius VII. zum Kaiser. Damit will er sein Regime dynastisch verankern. Gleichzeitig erhebt er mit dem Kaisertitel Anspruch auf die künftige Gestaltung Europas.