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Nationalsozialismus

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Propaganda
"Jede Propaganda hat volkstümlich zu sein und ihr geistiges Niveau einzustellen nach der Aufnahmefähigkeit des Beschränktesten unter denen, an die sie sich zu richten gedenkt. Damit wird ihre rein geistige Höhe um so tiefer zu stellen sein, je größer die zu erfassende Masse der Menschen sein soll..."

Diese wahrscheinlich bekanntesten Sätze zum Thema Propaganda und Quote stammen aus Hitlers Buch Mein Kampf und gehörten zu den Grundüberzeugungen des "Führers". Propaganda war in der frühen NSDAP Hitlers ureigenste Sache: Nicht umsonst bezeichnete er sich als "Trommler", lange bevor er "Führer" war.

Interessant ist Hitlers Ansicht vom Vorrang des gesprochenen Wortes (und der passenden medialen Inszenierung) vor dem geschriebenen Wort: Hitler - ebenso wie seinem späteren Propagandaminister Joseph Goebbels - war das Medium Schrift im Grunde stets verdächtig.

Kein Wunder: Während das gesprochene Wort, am besten eingebettet in Massenszenen und Bilder, erhebliche Teile seiner Wirkung aus der Vereinfachung bezieht, neigen geschriebene Texte zum Analysieren und Differenzieren - taugen also bis zu einem gewissen Grad weniger für suggestive Zwecke.

Weder Hitler noch Goebbels sind allerdings die Erfinder des modernen Propagandabegriffs. Solche zweifelhafte Ehre kommt dem US-amerikanischen Public-Relations-Spezialisten Edward Bernays zu, der auch die Kriegspropaganda der Entente während des Ersten Weltkriegs wesentlich mitgestaltete.

Die überlegene Propaganda auf der Gegenseite - mit ihren eindrucksvollen Bildern etwa von deutschen Soldaten als Schlächtern über abgehackten Kinderhänden - erregte bereits die Bewunderung des Gefreiten Hitler. Dank bewusster Aneignung der entsprechenden Techniken war Hitlers frühe NSDAP den politischen Konkurrenten voraus.

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Die Geldfrage
Ein Mythos ist die Theorie, dass Hitlers Partei sich hauptsächlich aus Spendengeldern von Banken und Großindustrie finanzierte. Für die überwiegende Zeit ihrer Existenz vor 1933 trifft das schlicht nicht zu: Ausschlaggebend waren Mitgliedsbeiträge, die sogar von arbeitslosen Mitgliedern erhoben wurden, und teilweise happige Eintrittsgelder für Massenveranstaltungen.

Hunderttausende kleiner NSDAP-Mitglieder, verblendet durch Hitlers Propaganda, überschrieben der Partei Vermögenswerte oder leisteten unentgeltlichen "Dienst", etwa in den Reihen der SA.

Großindustrie und Banken unterstützten bis fast zum Schluss lieber konservative Parteien, statt ihr Geld dem lange als unberechenbar eingeschätzten Hitler vor die Füße zu werfen. Frühzeitige Hilfe, auch in Form von Waffen und Geld, erhielt Hitler allerdings von der Reichswehr, vermittelt durch den 1934 auf seinen Befehl ermordeten Ernst Röhm.

Die Struktur der Finanzierung änderte sich erst wenige Monate vor der "Machtergreifung". Erst jetzt war das Kapital von Hitlers Ungefährlichkeit, ja sogar von seinem Nutzen überzeugt.

Die nun folgenden massiven Finanzspritzen halfen der NSDAP aus der Klemme, als sie 1932 einen deutlichen Rückgang der Wählerstimmen mittels intensiver (und kostspieliger) Propaganda überwinden musste.