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Ostauto

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Der Melkus
"Zu Ehren des 20. Jahrestages der DDR" erblickte im Jahr 1969 der Melkus RS 1000 das Licht der Welt. Ein Jahr zuvor hatte man in der Dresdner Werkstatt des Rennfahrers Heinz Melkus mit dem Bau des straßentauglichen Mittelmotorrennwagens begonnen.

Die Idee zu verwirklichen, war nicht einfach: Ein Sportwagen zum Wohle des Staates? Lediglich durch das Versprechen, den Wagen vollständig in der DDR zu bauen, ließ sich die Zentrale Sportkommission überzeugen.

Jedoch sollte sich diese Vorgabe auch als größtes Problem erweisen: Äußerlich - lange Motorhaube, fein geschwungene Kotflügel, Flügeltüren - unterschied sich der Melkus RS 1000 zwar kaum von den Kollegen im Westen. Doch unter der Karosserie verbarg sich Technik aus dem Wartburg 353: beispielsweise das Fahrwerk, der Dreizylinder-Zweitakt-Reihen-Motor, die Bremsanlage, das Getriebe, die Radaufhängung und die Elektrik.

Knapp dreißigtausend DDR-Mark kostete der Flitzer, etwa doppelt so viel wie der Wartburg. 101 Exemplare wurden bis 1980 gebaut; viele existieren noch heute und sind bei Oldtimerfreunden als Rarität begehrt. Ab 2006 entstanden in Dresden wegen der großen Nachfrage von Sammlern 15 originalgetreue Melkus RS 1000 als limitierte Edition. 2009 erschien sogar ein Nachfolger: der Melkus RS 2000. Von diesem Modell gibt es jährlich 25 in Handarbeit gefertigte Fahrzeuge.

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Die Liebe zum Trabant
Rote Cabrios, lila Pickups, weiße Stretchlimousinen - die Palette der Trabiumbauten kennt fast keine Grenzen. Auf den Treffen der Fangemeinde werden sie für ihr einfallsreiches Äußeres prämiert. Aber nicht alle Freunde der guten alten "Pappe" sind mit den wilden Konstruktionen einverstanden. Für viele Bastler geht es eher um den Erhalt einer bedrohten Pkw-Art: Je mehr Originalteile noch in einem fahrtüchtigen Exemplar stecken, umso besser. Mit dem "Volkswagen der DDR" lebt für Ostauto-Fans nicht nur ein Kapitel deutscher Geschichte, sondern auch ein Stück Heimat fort.

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Von der Dreckschleuder zum Öko-Auto
1991 lief der letzte Trabant vom Band. Jetzt, zwei Jahrzehnte später, steht das Kultauto vor dem Comeback: Bei der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main zog 2009 der newTrabi die Aufmerksamkeit auf sich - ein Gefährt in modernem Design und mit Elektromotor ausgestattet.

Mit 47 Kilowatt Leistung, Höchstgeschwindigkeit 130 Kilometer pro Stunde, soll der Elektro-Trabant bald als Trabant nT auf der Straße unterwegs sein. Die nötige Energie stellt eine Lithium-Ionen-Batterie bereit; eine Solarzelle auf dem Dach liefert zudem Strom für Zusatzgeräte im Auto. Ausgelegt ist das Gefährt für kurze und mittellange Strecken: Etwa 160 Kilometer weit reicht eine Batterieladung.

Die "Macher" des Projekts Trabant nT sind der Miniaturmodelle-Hersteller Klaus Schindler, der Fahrzeughersteller Ronald Gerschewski und der Designer Nils Poschwatta. Sobald genügend Investoren zugesagt haben und die Finanzierung steht, soll eine erste Serie in Produktion gehen. Vorbestellungen für den neuen Trabant gibt es überraschenderweise vor allem aus Kanada und aus Skandinavien.

Doch auch hierzulande hofft man auf zahlreiche Käuferschaft. Immerhin hat sich das Bild des Trabant gewandelt, seit die "Rennpappe" nur noch selten auf der Straße anzutreffen ist: Das Auto ist inzwischen Kultobjekt und Sammlerstück und genießt viele Sympathien. An dieses Image will der Trabant nT anknüpfen. Immerhin gab es schon eine Auszeichnung für das Konzept: Im Dezember 2010 bekam der neue Trabant im Wettbewerb 365 Orte im Land der Ideen einen Sonderpreis in der Sparte Gelebte Einheit.