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Rechenmeister

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Um etwas zu zählen, benötigt man geeignete Zahlendarstellungen und -systeme. Die einfachste und natürlichste Gliederung liefern dafür unsere Hände und Füße. So wie sie noch heute bei Erstklässlern zum Einsatz kommen, waren sie Basis verschiedener Zahlensysteme der Hochkulturen aller Kontinente: fünf Finger einer Hand, zehn Finger an beiden Händen oder insgesamt zwanzig Finger und Zehen. Griechen, Chinesen und Mayas hatten eine Fünfer-Stufung; Ägypter, Sumerer und auch Babylonier die Zehner-Stufung; in Indien gab es eine Zwanziger-Stufung. Aus diesen Stufungen ließen sich beliebig hohe Zahlen zusammensetzten. Noch heutige Zählweisen belegen diese alten Zahlensysteme: Das französische Wort für die Zahl 80 ist quatre-vingt, was übersetzt "vier mal zwanzig" bedeutet. Die Mesopotamier kannten wegen ihrer hoch entwickelten Astronomie die Jahreseinteilung in 360 Tage, woraus sich vermutlich ihre zusätzliche Sechziger-Stufung entwickelt hat. Im Zweistromland wurde die Null erfunden. Auch Mayas und Inder entdeckten die Null für sich. In Europa tat man sich dagegen schwer mit einer Zahl, die gar keine ist.