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Revolution

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Madame Royale
Die offizielle Geschichte der Tochter Ludwigs XVI. geht so: Am 19. Dezember 1778 in Versailles geboren, wuchs Marie Thérèse Charlotte zunächst in einer heilen Welt auf. Erst der Sturm auf die Bastille änderte die Lebensumstände am königlichen Hof.

Am 6. Oktober 1789, einen Tag nach dem Protestmarsch der Frauen nach Versailles, wurde ihre Familie nach Paris in das Palais des Tuileries gebracht. Bald darauf folgte die Gefangenschaft im Temple. 1793 starben König Ludwig XVI. und Marie Antoinette unter der Guillotine.

Als prominente Überlebende wurde Marie Thérèse Charlotte zum Spielball der Politik. 1795 durfte sie im Austausch gegen französische Kriegsgefangene nach Wien ausreisen. Dort verbrachte sie annährend vier Jahre am Hof des österreichischen Kaisers Franz I.

Am 10. Juni 1799 heiratete sie ihren Cousin Louis-Antoine de Bourbon, Herzog von Angoulême. Nach fünfzehn Jahren im Exil kehrten beide im Gefolge König Ludwigs XVIII. nach Paris zurück. Anlässlich der Julirevolution 1830 mussten die Bourbonen Frankreich wieder verlassen.

Louis-Antoine saß als Ludwig XIX. kurzzeitig auf dem Thron, bevor auch er ins Exil gehen musste. Damit war Marie Thérèse Charlotte bis zum Tod ihres Mannes im Jahre 1844 Titularkönigin von Frankreich. Sie erlag am 19. Oktober 1851 den Folgen einer Lungenentzündung.