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Revolution

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Erfolgreiche Revolutionen...
waren spätestens ab Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts nur an den Rändern der großen Machtblöcke möglich. Zu den bedeutsameren Umstürzen jener Zeit zählt die Machtergreifung der M26-7 ("Bewegung des 26. Juli") unter Fidel Castro auf Kuba.

Aktiv unterstützt von einer Mehrheit der Kubaner marschierten Castros Barbudos ("Bartträger") zum Jahreswechsel 1958/59 in Havanna ein und stürzten den Diktator Fulgencio Batista. Erst beinahe zwei Jahre später wurde der Charakter dieses Umsturzes als kommunistische Revolution deutlich.

Im Kuba von heute passt zu den revolutionären Versprechungen von damals wenig. Grund: es gelang der neuen Elite nie, eine effektive Wirtschaft zu organisieren. Die völkerrechtswidrige US-Blockade dient den Machthabern oft als Argument, um eigenes Versagen zu bemänteln.

Im Gegensatz zum revolutionären Ideal der Gleichheit ist Kuba derzeit eine Dreiklassengesellschaft aus Devisenbesitzern, höheren Funktionären und Militärs, sowie devisenlosen Normalbürgern. Kritiker werden verfolgt, kommen allerdings auch deshalb nicht zum Zuge, weil die Auswanderung vor allem junger Menschen für das Regime des "Bartmannes" (Castro) ein Sicherheitsventil darstellt.

Viele Kinder und Enkel der ehemals revolutionären Kubaner sehen im Verlassen ihrer Heimat den einzig gangbaren Weg. Denn ein Sturz des immer unbeliebteren Castro-Regimes hätte vermutlich nur vertiefte Armut und den Verlust des zwar materiell dürftigen aber unentgeltlichen Bildungs- und Gesundheitswesens zur Folge: das Dilemma der "revolutionären Insel".