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Schatzkammern

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Die Burg Hohenzollern...
bei Hechingen ist Stammsitz des gleichnamigen Adelshauses, das seit 1701 die preußischen Könige, ab 1871 dann die deutschen Kaiser stellte. In einer Urkunde aus dem Jahr 1267 taucht sie zum ersten Mal namentlich auf. Trotz der strategisch günstigen Lage wurde die Burg mehrmals im Lauf der Zeit zerstört, erobert und wieder auf- oder umgebaut.

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts verfiel das Festungswerk allerdings zusehends. Was sich dem preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm (dem späteren Friedrich Wilhelm IV.) bei einem Besuch 1819 darbot, war nur mehr eine Ruine.

Dem Hohenzoller stieß schon damals sauer auf, die Wiege seiner Ahnen derart heruntergekommen zu sehen. 1850 gab er, jetzt preußischer König, den Auftrag für einen Neubau im neogotischen Stil, der sein Repräsentationsbedürfnis befriedigen sollte.

Siebzehn Jahre später weihte sein Nachfolger auf dem Thron, Wilhelm I., die Burg ein, die weniger als Wohnsitz denn als "nationaldynastisches Denkmal" (Kunsthistoriker Ulrich Feldhahn) konzipiert war. Doch so solide der Bau auch scheint - Naturgewalt könnte ihm im Ernstfall ein bröckelndes Ende bereiten: Der Zollerngraben ist eine der erdbebenaktivsten Regionen Mitteleuropas.

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Dresdens Schätze
Das einzigartige Schatzkammermuseum Grünes Gewölbe in Dresden beherbergt eine der schönsten und vielfältigsten Kleinodiensammlungen Europas. Seinen Namen erhielt es von dem Grünton, in dem der Tresorraum des Dresdner Residenzschlosses gestrichen war. Die sächsischen Kurfürsten verwahrten darin ursprünglich ihre Schmuckstücke und Juwelen, die sie vor fremden Augen und Fingern schützen wollten.

August der Starke (1670 bis 1733) aber beschritt den umgekehrten Weg: Statt seine Schätze wegzuschließen, machte er sie der Öffentlichkeit zugänglich, ließ dazu eigens sieben gewölbte Räume reichverziert herrichten. Das Publikum war freilich auf Hochadel und Bildungsbürgertum beschränkt; Angehörige der Unterschichten wurden erst 1831 zum Besuch zugelassen.

Bis zum Zweiten Weltkrieg änderte sich nur wenig an dem erstaunlichen Ensemble aus Prachtobjekten und Prunkarchitektur. Dann kam die Dresdner Bombennacht, die drei der Ausstellungsräume verwüstete; wohlweislich hatte man die Kunstgegenstände in die Festung Königstein ausgelagert.

Nach fünfzig Jahren Provisorium, als das Albertinum in Dresden das Grüne Gewölbe beherbergte, zog ein Viertel der Sammlung 2004 zurück ins teilrestaurierte Residenzschloss. Seit Ende 2006 werden nun alle rund viertausend Exponate wieder an ihrem ursprünglichen Standort präsentiert.
Video: Leipziger Bücherschatz  
Video: Leipziger Bücherschatz