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Schlacht

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Die Nachwelt bescheinigte ihm Trägheit. Ein sehr energischer Mann war König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770-1840) tatsächlich nicht. Seine Ehefrau, die Königin Luise, hatte schon eher die Hosen an. Aber, Friedrich Wilhelm stand für das alte Prinzip Preußens: die strikte Dreiteilung des Staatswesens in Regierung, Armee und Volk. Krieg etwa, Sache der Armee, habe das Volk nicht zu berühren. Ruhe sei, auch daher, erste Bürgerpflicht. Diesem Grundsatz, obwohl er die Unterlegenheit Napoleons Bürgerarmee gegenüber gewissermaßen programmierte, kann man gerade heute, nach einem Jahrhundert blutiger Bürgerkriege, durchaus humanen Sinn abgewinnen. Das Volk unter Waffen jedenfalls war dem Monarchen ein Gräuel. Lieber ertrug er zähneknirschend die Demütigung durch eine fremde Macht. Als, angefeuert vom spanischen Volkswiderstand, und der Niederlage Napoleons in Russland, Preußens Reformer zur Erhebung drängten, musste der König gezogen und geschoben werden. Schließlich aber, mit dem Aufruf an "mein Volk", trat Friedrich Wilhelm die Woge des antifranzösischen Patriotismus los und negierte so widerwillig das eigene Prinzip. Nach Befreiungskrieg und Wiener Kongress 1815 wuchs Preußen territorial zu vorher nie dagewesener Größe. Das alte Preußen aber war es zu jenem Zeitpunkt nicht mehr.