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Schusswaffen

Infobox

Das Zündnadelgewehr
Eine auch für den Laien verständliche Erklärung des Zündnadelgewehrmechanismus' liefert Friedrich Engels in seiner Geschichte des gezogenen Gewehrs (1861): "Nachdem er (Dreyse) zuerst die Methode entwickelt hatte, eine Schusswaffe durch eine plötzlich in die in der Patrone enthaltene Explosivmasse eindringende Nadel abzufeuern, vollendete er seine Erfindung, indem er einen Hinterlader konstruierte, der mit diesem Nadel zündenden Mechanismus versehen war.

Die Patrone enthält Kugel, Pulver sowie die Explosivmischung und wird ungeöffnet in die Kammer gebracht, die etwas größer ist als der gezogene Lauf. Eine einfache Handbewegung schließt den Verschluss und spannt zugleich die Schusswaffe. Hinter der Ladung, in einem hohlen, eisernen Zylinder, liegt eine starke, spitze Stahlnadel, die durch eine Spiralfeder in Bewegung gesetzt wird. Das Spannen der Waffe besteht lediglich darin, diese Feder zurückzuziehen, zusammenzupressen und festzuhalten.

Wenn am Abzug gezogen wird, setzt er diese Feder frei, die sofort vorwärts schnellt, auf die Patrone aufschlägt und augenblicklich die Explosivmischung entzündet; dadurch wird die Ladung abgefeuert. So besteht das Laden und Feuern mit dieser Waffe nur aus fünf Bewegungen: Verschluss öffnen, Patrone hineinstecken, Verschluss schließen, die Waffe in Anschlag bringen und Feuern. Kein Wunder, dass so fünf wohl gezielte Schüsse in einer Minute abgegeben werden können."