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SED

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Er war das Herzstück...
"sozialistischer Demokratie": der demokratische Zentralismus. Die Theorie dahinter: Staat und Gesellschaft unterliegen zentraler Leitung und Planung, die auf breiter demokratischer Willensbildung basiert. In der DDR-Praxis sah das jedoch anders aus: Der Zentralismus dominierte, die Demokratie wurde in den Hintergrund gedrängt. (Im inoffiziellen Sprachgebrauch etablierte sich die Abkürzung dZ - kleines d, großes Z.)

Die Demokratie beschränkte sich darauf, die von übergeordneter Stelle vorgegebenen Beschlüsse und personellen Entscheidungen zu bestätigen. Höchstes Organ der streng hierarchischen Organisation war der alle vier Jahre zusammentretende SED-Parteitag, der dann das Zentralkomitee (ZK) wählte, und das wiederum das Politbüro, das Sekretariat des ZK und den Generalsekretär. Demokratische Wahlen waren das aber nicht - Personalentscheidungen fielen meist hinter verschlossenen Türen.

ZK und Politbüro - die zentralen Parteiorgane der SED - hatten uneingeschränkte Weisungsbefugnis. Doch galt der Führungsanspruch der SED nicht nur für die Partei selbst, sondern auch für die Blockparteien, die Massenorganisationen sowie für die staatlichen Organe, die Regierungspolitik und die Leitung der Wirtschaft.