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Stalin

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21. Dezember 1879 bis 1893: Als Jossif Wissarionowitsch Dschugaschwili kommt Stalin in Gori (Georgien) zur Welt. Sein Vater, ein Kleinunternehmer und Alkoholiker, prügelt ihn regelmäßig. Die Prügel legen die Grundlage für Jossifs Hass auf Autoritäten. Jeder, der mehr Macht hat als er, erinnert ihn an seinen Vater.

1894 bis 1899: Der junge Jossif besucht das orthodoxe Priesterseminar in Tiflis, nachdem er die örtliche Schule mit Auszeichnung absolviert hat. Dort fällt er durch Lesen verbotener Bücher auf. 1898 tritt Dschugaschwili der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands SDAPR bei, Deckname Koba. 1899 wird er aus dem Priesterseminar ausgeschlossen und bald wegen Bankraub - im Auftrag der Partei - und Mord gesucht.

1900 bis 1912: Koba organisiert Demonstrationen und Streiks und wird erstmals nach Sibirien verbannt. 1903 schließt er sich den Bolschewiki an. Ab 1912 trägt er den Kampfnamen Stalin und flieht zeitweise nach Österreich. Weitere Verhaftungen und Fluchten folgen.

1913 bis 1918: Stalin lebt in der Verbannung und gehört nach der Februarrevolution 1917 in Petrograd zur Redaktion der Prawda. Er heiratet Nadeshda Sergejewna Allilujewa. Mit der Oktoberrevolution hat er wenig zu tun. Die zentrale Rolle spielt Leo Trotzki. Nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges 1918 ist Stalin Kommandeur der Südfront und agiert in Lenins Auftrag.

1919 bis 1936: Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Russlands (Bolschewiki) ernennt Stalin 1922 zu seinem Generalsekretär. Lenins Tod macht ihm den Weg frei. 1927 entfernt Stalin seinen Widersacher Trotzki aus der Partei und ist, nach vielen internen Kämpfen, Alleinherrscher der Sowjetunion. Er beschreitet den Weg des "Aufbaus des Sozialismus in einem Land" und der forcierten Industrialisierung. Der schon von Lenin errichtete Terrorapparat wird ausgebaut.

1937 bis 1939: Nach der Ermordung des Parteifunktionärs Sergej Kirow, die Stalin wahrscheinlich angeordnet hat, beginnt die Große Säuberung (russisch: Tschistka). Anderthalb Millionen Menschen kommen allein in diesen knapp zwei Jahren um. 1939 schließt Stalin den Nichtangriffspakt mit Hitler.

1940: Stalin unterstützt Hitlers Politik. Die Nähe zu seinem Verbündeten bedingt auch Verfolgungen emigrierter Kommunisten in der Sowjetunion. Die Rote Armee okkupiert Teile Polens, des Baltikums und Rumäniens und führt Krieg gegen Finnland. Stalin versorgt Hitler mit Rohstoffen, was den Angriff auf Frankreich ermöglicht.

1941 bis 1945: Großer Vaterländischer Krieg gegen Hitlerdeutschland. Der Kriegsausbruch überrascht Stalin. Im Kriegsverlauf lässt der Despot ganze Bevölkerungsgruppen deportieren. Das Lagersystem wird ausgebaut. Schätzungen über die Zahl der Häftlinge schwanken zwischen 3,7 und 28,4 Millionen zum jeweiligen Zeitpunkt.

1946 bis 1948: Trotz Hungersnöten setzt Stalin den Wiederaufbau der Schwerindustrie durch und beginnt das sowjetische Atomprogramm.

1949 bis 1952: Erneute "Säuberungen" sowie eine antijüdische Kampagne zeugen von der zunehmenden Paranoia Stalins, der sich nunmehr als Führer des Weltproletariats betrachtet.

5. März 1953: Stalin stirbt in seiner Datscha Kunzewo bei Moskau an einem Schlaganfall.