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Todesstreifen

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Das Europäische Grüne Band
Nicht nur zwischen Ostsee und Vogtland, nein, durch ganz Europa - von der Barentssee bis zur Adria und zum Schwarzen Meer - zieht sich entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs ein Gürtel von fast unberührter Natur. Mehr als 8.500 Kilometer lang, streift das Europäische Grüne Band 24 Staaten. Grenzüberschreitend wollen diese Staaten unter Federführung der Weltnaturschutzunion (IUCN) das Grüne Band als Rückgrat eines ökologischen Netzes entwickeln: Der ehemalige Grenzstreifen soll bestehende Nationalparks, Schutzgebiete und andere Naturräume so verbinden, dass ein Austausch zwischen den Populationen möglich ist.

Die Biotope, die sich entlang des Grünen Bandes aneinanderreihen, sind ausgesprochen vielfältig. Das Band läuft durch boreale Wälder und eurasische Taiga, durch die Ostsee, durch abwechslungsreiche Flusslandschaften und Kulturlandschaften und sogar durch Hochgebirge. Naturschutzprogramme und -projekte werden regional geplant und umgesetzt, mit regionalen Partnern und mit Blick auf die regionale Entwicklung. Das ist wichtig, weil dem Naturschutz auf lokaler Ebene häufig andere Interessen gegenüber stehen: An vielen Stellen kreuzen bereits Straßen oder Schienen das Grüne Band; vielerorts werden Wälder abgeholzt und Äcker über das Band gelegt. Die besten Chancen hat das Grüne Band da, wo es auch den Menschen Vorteile bringt, zum Beispiel, indem es einen sanften Tourismus ankurbelt.