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Selbstschutz geht vor
Das Wort Kontamination stammt vom lateinischen contaminatio, was so viel wie "Befleckung" bedeutet. Gemeint ist heute die gefährliche Verunreinigung von Oberflächen mit einem oder mehreren unerwünschten Stoffen - dabei kann es sich um atomare, biologische oder chemische (ABC) Verunreinigungen handeln.

Die professionelle Entfernung (Dekontamination) dieser Stoffe ist im zivilen Bereich die Aufgabe der Feuerwehr, im militärischen Bereich sind die ABC-Abteilungen der Bundeswehr zuständig - in Notsituationen können beide zusammenarbeiten. Selbstschutz ist der wichtigste Bestandteil der Dekontamination: moderne Schutzanzüge sind wasser- und ölabweisend, luftdicht, antistatisch, säure- und feuerfest. Eine Gasmaske gehört ebenso zur Ausrüstung wie Schutzhandschuhe und -stiefel.

Der Anzug schützt dabei nicht vor radioaktiven Strahlen, soll aber verhindern, dass gefährliche oder strahlende Partikel in Kontakt mit der Haut kommen oder in die Lunge gelangen. Kontaminierte Oberflächen werden mit bindenden Chemikalien besprüht und abgespült. Dabei muss die abgespülte Wasser-Chemikalien-Mischung in Schutzbecken aufgefangen und speziell entsorgt werden.