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Zaren

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Der Modernisierer
Peter I., geboren am 9. Juni 1672, setzte als erster russischer Herrscher bewusst das bürokratische Prinzip gegen die alten, traditionellen Beziehungsgeflechte. Eine effizient funktionierende Verwaltung nach westlichem Vorbild, eine schlagkräftige Armee, gestützt von aufblühendem Manufakturwesen - das waren nur einige seiner teilweise erreichten Ziele.

Nach außen erweiterte Peter die Macht des Imperiums um den Zugang zur Ostsee (Sieg gegen Schweden in der Schlacht bei Poltawa 1709) und bekämpfte den türkischen Einfluss im Süden. "Da Peter sich völlig der Technik verschrieben hatte, betrachtete er auch seine Untertanen nur als 'Menschenmaterial', das gut durchgeschüttelt, umgeformt und zum Nutzen des Staates verwendet werden sollte.

Sein Regime machte zwar Geschichte, aber persönlich fehlte ihm für Geschichte jeder Sinn. Er hätte sonst kaum das Volk jener Mystik beraubt, mit der es seine Vorstellungen von Herrschaft zu umgeben gewohnt war", stellt die Romanow-Expertin E. M. Almedingen fest. Peter I. starb 1725 in Petersburg, der Stadt, die er 1703 gegründet hatte.