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Zweiter Weltkrieg

Infobox

Wichtige Ereignisse von 1935 bis 1941

Februar 1935: Das Saarland wird nach einer Volksabstimmung wieder Teil des Deutschen Reiches. Seit 1920 bis 1935 stand es unter Verwaltung des Völkerbunds. Hitler verbucht dies als ersten größeren außenpolitischen Erfolg.

März 1936: Deutsche Truppen besetzen das laut Versailler Vertrag entmilitarisierte Rheinland. Der auch von deutschen Generalen befürchtete Gegenschlag der Westmächte bleibt aus, obwohl die Stärke der Wehrmacht damals gering ist.

Juni 1936: David Lloyd George, britischer Premier im Ersten Weltkrieg, reist durch Deutschland und nennt Hitler voller Begeisterung den "George Washington unserer Tage".

Mai 1937: Neville Chamberlain wird britischer Premierminister. Übereinstimmend mit einer breiten, gegen kriegerische Verwicklungen gerichteten gesellschaftlichen Strömung sucht Chamberlain den Interessenausgleich mit Hitlers Regierung. Chamberlain gilt als Symbolfigur der Appeasement-Politik.

März 1938: Wehrmacht, SS und österreichische Nationalsozialisten vollziehen den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Großbritannien und Frankreich übermitteln diplomatische Protestnoten. In der Öffentlichkeit dominiert die Ansicht, Hitlers Expansionen, sofern sie Gebiete mit deutschstämmiger oder deutschsprechender Bevölkerung betreffen, seien gerechtfertigt.

29. September 1938:
Im Münchner "Führerbau" unterzeichnen Chamberlain, der französische Ministerpräsident Edouard Daladier, Hitler und Mussolini das Münchner Abkommen. Hitler erhält damit die Legitimation zur Eingliederung des Sudetenlandes und anderer vorwiegend deutschsprachiger Teile der Tschechoslowakei - und erklärt, dass Deutschland keine weiteren territorialen Wünsche habe.

15. März 1939: Deutschland besetzt das verbliebene tschechische Territorium militärisch. Ein beabsichtigter Effekt ist die Übernahme der tschechischen Rüstungsindustrie und der Prager Devisenbestände. Die Slowakei ist nun ein eigener, mit Deutschland durch "Schutzabkommen" verbundener Staat. Großbritannien und Frankreich protestieren diplomatisch. Klar ist aber jetzt, dass Hitlers Expansionen auch auf ethnisch nichtdeutsche Gebiete zielen.

28. März 1939: Der Spanische Bürgerkrieg endet mit dem Sieg des Generals Franco. Hitler hat es verstanden, den Konflikt mittels genau dosierter Hilfe hauptsächlich für Franco möglichst lange am Kochen zu halten, um die Weltöffentlichkeit von seiner Revisionspolitik abzulenken. Stalin half zwar in geringerem Umfang der Gegenseite, war aber sorgsam darauf bedacht, mit Deutschland nicht in direkten Konflikt zu geraten.

(Fortsetzung in Teil 2)