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Dieser Artikel gehört zu den Themen

Kräuter
Naturheilkunde

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Hildegard von Bingen
Ganz schön mystisch war sie tatsächlich: Vor allem nachdem die adlige Nonne 1136 Äbtissin geworden war und beachtlichen politischen Einfluss erlangte, glaubten viele ihren Visionen. Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) ist heute eine Ikone des "ganzheitlichen" Denkens und gilt als dessen früheste Vertreterin.

Spezialisierung war eben zu ihrer Zeit noch nicht angesagt. Voller Selbstvertrauen befasste sich die im 16. Jahrhundert heilig gesprochene Dame mit Allerlei, darunter auch mit der Kräutermedizin. Im Vordergrund stand das Ziel der Einheit und Ganzheit am Ende des Weges zum gesunden Menschen. Hinwendung zum Glauben sollte das Mittel sein.

Das Interesse an diversen Hildegard-Themen ist mittlerweile weltweit ausgeprägt: Hildegard-Forscher(innen) kommen nicht zuletzt aus Asien und den USA.

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Fröhlich mit Johanniskraut
Dämonen soll es angeblich vertreiben - das Johanniskraut. Diese magische Pflanze der Sommersonnenwende ist seit jeher für ihre depressionslindernde Wirkung berühmt. Welcher Wirkstoff das verursacht ist wie bei vielen pflanzlichen Heilmitteln nicht endgültig geklärt: Vermutlich arbeiten Hypericin und Hyperforin, die in allen Pflanzenteilen enthalten sind, zusammen.

Um Effekte zu erzielen, bedarf es einer Dosis von minimal 600 Milligramm Extrakt (nicht lediglich geraspeltes Pulver) pro Tag. Präparate mit ausreichend hoher Wirkstoffkonzentration sind in Deutschland apothekenpflichtig. Sofern der Beipackzettel eine Wirkung gegen mittelschwere Depressionen ausweist, ist sogar ein Rezept erforderlich.

Seit einigen Jahren wird die Wirksamkeit des Johanniskrauts von einer Mehrzahl pharmazeutischer Studien wieder anerkannt. Vorher galt es lange als teurer "Edel-Placebo".