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Bergwerk

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Neues Bergkgeschrey?
Seit Anfang 2011 wird nach fast einhundert Jahren Pause in Sachsen wieder nach Silber gegraben. Grund dafür ist vor allem die Wirtschaftskrise. Edelmettalle stellen in diesen Zeiten einen stabilen Wert da. Der Preis für Silber legte im letzten Quartal des Jahres 2010 um rund fünfzig Prozent zu.

Der baden-württembergische Edelmetallhändler Adalbert Geiger investiert deshalb mit seiner Sachsen Bergwerk GmbH in die Wiedereröffnung längst stillgelegter Minen im Raum Zschorlau, Aue, Schneeberg und Wolkenstein, Großbrückerswald sowie Brand-Erbisdorf, Weißenborn und Freiberg.

Neben Silber wird nach Blei, Zink, Kupfer, Zinn, Wismut, Wolfram, Gold, Nickel, Indium, Gallium, Germanium, Eisen, Mangan, Kobalt, Molybdän sowie Fluss- und Schwerspat gesucht.

2013 könnte das erste Silbererz abgebaut werden, bis dahin werden die Vorbereitungen und Erkundungen voraussichtlich dauern.

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Unglück im Karl-Marx-Schacht
Laut einer alten Urkunde wurde ab 1348 im sächsischen Zwickau Steinkohle abgebaut. Mit Hilfe neuer Maschinen und Arbeitstechniken drangen die Bergmänner seit der Industriellen Revolution in große Tiefen vor. Damit konnte die Ausbeute der Gruben erhöht werden, doch für die Kumpels wurde die Arbeit Untertage immer riskanter.

Denn beim Abbau von Steinkohle tritt Methangas aus. Gefährlich wird es in den Schächten, wenn durch schlechte Bewetterung (Abluftausfuhr und Frischluftzufuhr) das Gas bestimmte Konzentrationen erreicht, die es brennbar und explosiv machen.

Vielleicht war Methangas die Ursache für das schwerste Grubenunglück der DDR-Geschichte: Am 22. Februar 1960 erschüttert um 8.20 Uhr eine Explosion den Karl-Marx-Schacht in Zwickau. 174 Bergmänner werden in 1100 Meter Tiefe verschüttet. Rettungskräfte kämpfen sich in den von Qualm, Feuer und Hitze fast vollständig ausgefüllten Schacht hinunter. Sie können 40 Bergleute lebend nach oben bringen und 13 Männer nur noch tot bergen.

Weitere sechs Tage versuchen über fünfhundert Retter das Leben der noch vermissten Kumpel zu retten. Als jedoch in dem weit verzweigten Schachtsystem ein weiterer großer Brandherd entdeckt wird, beschließt die Regierung, den Abschnitt zuzumauern und die Suche aufzugeben. 123 Tote sind zu beklagen.