Das Wunder von Schlema
Als der Silberbergbau beendet war, verhalf das radonhaltige Uran Schlema zu neuen Perspektiven. Dem Radon-Wasser verdankt der Ort umstrittene Berühmtheit. Unsere Autorin hat die Wunderwässer getestet.Wie tot liegt der Mann im Wasserbecken des Schlemaer Kur- und Badehauses. Vom Fensterplatz des hauseigenen Cafés kann man ihn beobachten. Er ruht in einem der Therapiebecken mit geringem Radongehalt. "So gering, das es eigentlich keine Wirkung hat", belehrt die Empfangsdame Zweifler. Skepsis scheint hier ein Fremdwort zu sein. Auch die Badegäste sehen nicht ängstlich aus. Die Wasserleichen treiben weiter im Becken.
Schläfriger Sonntag
Doch ein zweiter Blick aus dem Kurcafé löst das Rätsel: Die Leute sind nicht tot, nur vollkommen entspannt. Eine junge Frau berührt mit ihren Fingern leicht das umlaufende Beckengeländer und hat Arme und Beine weit von sich gestreckt. Reglos liegt sie mit geschlossenen Augen im ruhigen Wasser. Fast lautlos ist es im Raum. In einem kleinen Therapiebecken blubbert es wie in einem Geysir. Nichts stört die träge Schläfrigkeit des Sonntags.
Seit fünf Jahren gibt es in dem kleinen erzgebirgischen Ort Schlema wieder ein Kurbad. Von "Wässern, die Wunder wirken" sprechen der Bürgermeister und seine Werbemannschaft. Obwohl das Kurhaus das eigentliche Wunder ist, denn vom historischen Radonbad Oberschlema waren 1990 nur noch eine Handvoll Häuser übrig geblieben. Zwei wissenschaftliche Errungenschaften ließen Schlema erst zum Kurbad heranwachsen, um es dann wieder zu zerstören - die Entdeckung der Radioaktivität 1896 und die Zündung der ersten Atombombe 1945. Beide Male lockte das Edelgas Radon Wissenschaftler ins Erzgebirge.
"Sonne in Menschenhänden"
Radon, ein Zerfallsprodukt des radioaktiven Minerals Uran, galt als Allheilmittel. Es sollte die Schmerzen von Rheuma- und Gichtkranken lindern, und helfen, das US-amerikanische Atommonopol zu brechen. Auf der Suche nach dem Schlemaer Uran - der "Sonne in Menschenhänden" - dem Grundstoff für Atombomben und Atommeiler hatte die Sowjetische Aktiengesellschaft (SAG) Wismut, später Sowjetisch Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG), ab 1946 das Land durchlöchert, ausgehöhlt und auf Halde gekippt. 1990 kam das Aus für die SDAG, die Sowjetunion wurde aus dem Staatsvertrag entlassen und die Bundesrepublik alleiniger Gesellschafter der Wismut. Ihr Auftrag lautete nun, alle Hinterlassenschaften des "Staates im Staate" zu beseitigen und die Bergbaulandschaften so zu sanieren, dass sie wieder von den Menschen genutzt werden können.
Zeitgleich mit dem Ende der Uranproduktion und den ersten Einblicken, welche die Öffentlichkeit in die verwüsteten Landstriche nahm, begann die Presse, die Ängste der Menschen vor dem Radon zu schüren. Vom "Tal des Todes" war da die Rede und der "strahlenden Gefahr". Der Reaktorunfall in Tschernobyl mit seinen hunderten Krebstoten und verstümmelt auf die Welt gekommenen Kindern hatte die negative Wirkung radioaktiver Strahlen deutlich sichtbar gemacht.
Erz um jeden Preis
"Spinner" nannten Skeptiker deshalb den Bürgermeister Konrad Barth und einige unverzagte Mitstreiter, die sich ein paar Monate nach der Wende im Gemeindehaus zusammenfanden, um aus Schlema wieder ein Heilbad zu machen. Gemeinsam mit der Wismut GmbH begannen sie ihre Vision zu planen und umzusetzen. Aber nach fünfzig Jahren DDR-Bergbau mit dem Ziel "Erz um jeden Preis" war vom Oberschlemaer Kurviertel nur eine eingezäunte graue Steinlandschaft übrig geblieben.
Einsam stand dort das Radiologische Institut zwischen spärlich wachsenden Birken. Darunter durchlöcherte ein 42 Kilometer langes Stollensystem den Boden, das teilweise so oberflächennah war, dass die Bodendecke immer wieder einbrach. Die Wismut begann Anfang der 1990er Jahre Schächte zu verfüllen, Halden abzutragen und Erde aufzutragen, die Oberflächen zu konturieren und Bäume zu pflanzen.
Wasser muss her
"Werner, du musst Wasser suchen!", beauftragte der Schlemaer Bürgermeister Konrad Barth 1992 den Geophysiker Werner Scholtz, denn ohne radonhaltiges Wasser konnte auch kein neues Kur- und Heilbad entstehen. Alle alten Quellen waren durch den Bergbau zerstört worden. In einem ungestörten Bergmassiv wurden sie fündig, eine wissenschaftliche Doppelblindstudie mit Rheumakranken bestätigte die Erfolge von Radonbädern und 1998 erkannte die Sächsische Staatsregierung das gefundene Wasser als Heilwasser an.
Im selben Jahr wurde das Kur- und Gesundheitsbad Actinon eingeweiht; ein großzügiges Stahl- und Glasgebäude mit weiß gestrichenen Betonwänden und gefächertem hölzernen Innendach. Heute schweift der Blick von der bereits frisch begrünten Hammerberghalde über dieses Gebiet. Einige schwarze Kegel heben sich noch von den wald- und wiesenreichen Kuppen der bergigen Landschaft ab. In einigen Jahren werden auch sie unter Lehm, Erde und Bäumen verschwunden sein.
Weißes Segeldach
Davor breitet sich eine große, grüne, lichtdurchflutete Wiese aus, durch die sich Kieswege schlängeln. In der Mitte ein weißes Segeldach, dessen Enden spitz zulaufen, und das einen kreisrunden Platz überdacht. Nur ein Kurpark durfte wegen der Einbruchgefahr auf dem mit Tausenden Tonnen Beton verfüllten Stollensystem entstehen. Das blau glänzende Dach des Kurmittelhauses ragt aus einer Baumgruppe.
Die Geschichte des Urans und des Uranbergbaus möchten die Initiatoren des Uranbergbau-Museums im ehemaligen Kulturhaus Aktivist dokumentieren. Hermann Meinel, der durch die Ausstellung führt, spricht begeistert über die vielen Veränderungen vor Ort: "Was wäre denn heute mit Schlema, wenn es die Wismut nicht gegeben hätte? Das Kurbad wäre wahrscheinlich geschlossen. Und wer würde uns denn heute ein Neues fördern?"
Nicht mehr bis Italien
Hermann Meinel spricht, wie viele Einheimische, vom "Wunder von Schlema", wenn er die Entwicklungen vor Ort preist. Die Worte sprudeln nur so aus ihm heraus: Nein, er selbst habe die Radontherapie noch nicht ausprobiert. Aber er kenne da viele ältere Damen mit Gichtfingern, diesen dicken Knoten in den Handgelenken, die von der Therapie schwärmen. "Eine von ihnen bringt jetzt ihre ganze Familie mit nach Schlema. Sie ist so froh, dass sie nach Schlema kommen kann, sonst müsste sie doch nach Italien fahren", erzählt Hermann Meinel.
Hochkonzentrierte Radontherapien können allerdings nur vom Arzt verschrieben werden. Er muss auch darüber entscheiden, wie gefährlich die Radontherapie für den Patienten ist, denn bis jetzt ist noch unbekannt, wie sich Radon und seine Zerfallsprodukte im Körper verhalten. Experten, die ihr Geld nicht mit der Radontherapie verdienen, bezeichnen sie als "exotisch" bis "kriminell", weil nur auf die Wirkungen geachtet werde und nicht auf die Nebenwirkungen. Sicher ist bis jetzt nur, dass die behandelten Patienten auch einige Wochen nach der Kur noch völlig schmerzfrei ohne Medikamente leben können und noch kein Krebstod auf die Radontherapie zurückzuführen war. Einige Krankenkassen übernehmen bereits die Kosten für Radonkuren.
Wärmetherapien und Massagen
Montags bis freitags sorgen sich Krankengymnasten und Masseure in der geschlossenen Therapieabteilung um das Wohl der Gäste. 1.100 Euro kostet eine zwanzigtägige Privatkur mit Rundum-Service. Neben den Radontherapien in Wasser- und Gasform werden auch Wärmetherapien angeboten.
Der Bade- und Saunabereich im Hauptgebäude steht den Badegästen sieben Tage die Woche vierzehn Stunden am Tag offen. Alle Becken im Badebereich haben einen geringen Radongehalt und Wassertemperaturen von 31 bis 36 Grad Celsius. Neben den Therapiebecken gibt es auch ein salzwasserhaltiges Außenbecken und ein Sprudelbecken.
Nichts Genaues...
Ein netter, älterer Schlemaer fasst seine Radonkenntnisse folgendermaßen zusammen: "Keiner weiß, wann Radon positiv oder negativ wirkt. Wenig kann gut sein, zu viel ist schlecht." Mehr lässt sich auch in mühseliger Kleinarbeit nicht aus den Broschüren des Bundesamtes für Strahlenschutz herauslesen. Nicht viel klüger als vorher, kann man dann in die Schlemaer Wunderwässer abtauchen: Vom Radon allerdings schmeckt, fühlt und riecht man nichts.
Christiane Nienhold (aktualisiert 01.12.2011)
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Chinas gefährliche Gruben
Seit rund 2.200 Jahren wird in China Kohle abgebaut. Vor über eintausend Jahren erlebte das Land seinen ersten Kohleboom als die Kaiser der Song-Dynastie für einen Palastbau große Mengen an Holz verbauten, sodass das Brennholz in umliegenden Gegenden aufgebraucht war. Die Bevölkerung musste zwangsläufig auf Kohle umsteigen, um Heim und Werkstätten zu beheizen.
Die Japaner waren es, die 1931 als Besatzer der Mandschurei den Bergbau zur Großindustrie machten. Bis 1942 verdoppelte sich die Kohleproduktion.
Seither ist China das Land mit den meisten und schwerwiegendsten Bergbauunfällen. Zwischen 1992 und 2002 ließen rund 60.000 Menschen ihr Leben in den Schächten. Jeden Tag sterben im Schnitt 17 Arbeiter.
Als größtes Grubenunglück aller Zeiten gilt bis heute der Brand und die anschließende Explosion im Bergwerk Benxihu im Jahr 1942. Um den Brand zu stoppen, schalteten die Betreiber die Belüftung aus, und nahm dabei in Kauf, dass ein großer Teil der Belegschaft noch in der Grube war. Die meisten Kumpels starben an Erstickung. 1549 Arbeiter kamen ums Leben. In damaligen Zeitungsartikeln sprach man von 34 Toten.
Die Arbeitsbedingungen erinnern westliche Beobachter an die Zeit der frühen Industrialisierung oder an eine Strafkolonie: Maultiere und Pferde ziehen die Loren in den Schächten, Arbeiter schuften in 16stündigen Schichten.
Schlechte Ausrüstung, mangelhaft ausgebildete Arbeiter - oft kommen sie als junge Männer aus ihren Heimatorten und heuern ohne Ausbildung in einer Grube an - und geringe Investitionen in neue Abbau- und Sicherheitstechnologien machen die chinesischen Bergwerke so gefährlich.
Die staatlichen, meist von Subunternehmern geführten und die privaten Bergwerke Chinas fördern jeweils täglich mehrere Tausend Tonnen Kohle. Maximale Fördergrenzen werden häufig nicht beachtet, denn "man verdient im Bergbau nichts, wenn man sich an alle Regeln hält", so die allgemeine Meinung. Die Existenz vieler kleiner illegaler Bergwerke macht die Überwachung zusätzlich schwierig.
China verfügt über das größte Bergbaurevier der Welt. Der Kohlegürtel des Landes erstreckt sich von der Mandschurei im Osten bis nach Kasachstan im Westen. Siebzig Prozent der chinesischen Energie wird durch Verbrennung von Kohle erzeugt.
Wesentlichen Aufwind erfuhr die Montanindustrie in den letzten Jahren, als die Kohlepreise in die Höhe schossen. 48 Prozent der Weltproduktion stammen allein aus der Region Datong, in der nordchinesischen Provinz Shanxi.
Neben den gesundheitlichen und seelischen Folgen für die Arbeiter kommt es in chinesischen Bergbauzentren zu massiven Umweltschäden: Der Untergrund ist in einigen Regionen, zum Beispiel in Datong, bereits so ausgehöhlt, dass es jederzeit zu Erdrutschen kommen kann. Doch Städte wie Datong leben einzig von der Grube. Ein chinesisches "Wunder von Schlema" wäre ein Segen für die Region.
Seit rund 2.200 Jahren wird in China Kohle abgebaut. Vor über eintausend Jahren erlebte das Land seinen ersten Kohleboom als die Kaiser der Song-Dynastie für einen Palastbau große Mengen an Holz verbauten, sodass das Brennholz in umliegenden Gegenden aufgebraucht war. Die Bevölkerung musste zwangsläufig auf Kohle umsteigen, um Heim und Werkstätten zu beheizen.
Die Japaner waren es, die 1931 als Besatzer der Mandschurei den Bergbau zur Großindustrie machten. Bis 1942 verdoppelte sich die Kohleproduktion.
Seither ist China das Land mit den meisten und schwerwiegendsten Bergbauunfällen. Zwischen 1992 und 2002 ließen rund 60.000 Menschen ihr Leben in den Schächten. Jeden Tag sterben im Schnitt 17 Arbeiter.
Als größtes Grubenunglück aller Zeiten gilt bis heute der Brand und die anschließende Explosion im Bergwerk Benxihu im Jahr 1942. Um den Brand zu stoppen, schalteten die Betreiber die Belüftung aus, und nahm dabei in Kauf, dass ein großer Teil der Belegschaft noch in der Grube war. Die meisten Kumpels starben an Erstickung. 1549 Arbeiter kamen ums Leben. In damaligen Zeitungsartikeln sprach man von 34 Toten.
Die Arbeitsbedingungen erinnern westliche Beobachter an die Zeit der frühen Industrialisierung oder an eine Strafkolonie: Maultiere und Pferde ziehen die Loren in den Schächten, Arbeiter schuften in 16stündigen Schichten.
Schlechte Ausrüstung, mangelhaft ausgebildete Arbeiter - oft kommen sie als junge Männer aus ihren Heimatorten und heuern ohne Ausbildung in einer Grube an - und geringe Investitionen in neue Abbau- und Sicherheitstechnologien machen die chinesischen Bergwerke so gefährlich.
Die staatlichen, meist von Subunternehmern geführten und die privaten Bergwerke Chinas fördern jeweils täglich mehrere Tausend Tonnen Kohle. Maximale Fördergrenzen werden häufig nicht beachtet, denn "man verdient im Bergbau nichts, wenn man sich an alle Regeln hält", so die allgemeine Meinung. Die Existenz vieler kleiner illegaler Bergwerke macht die Überwachung zusätzlich schwierig.
China verfügt über das größte Bergbaurevier der Welt. Der Kohlegürtel des Landes erstreckt sich von der Mandschurei im Osten bis nach Kasachstan im Westen. Siebzig Prozent der chinesischen Energie wird durch Verbrennung von Kohle erzeugt.
Wesentlichen Aufwind erfuhr die Montanindustrie in den letzten Jahren, als die Kohlepreise in die Höhe schossen. 48 Prozent der Weltproduktion stammen allein aus der Region Datong, in der nordchinesischen Provinz Shanxi.
Neben den gesundheitlichen und seelischen Folgen für die Arbeiter kommt es in chinesischen Bergbauzentren zu massiven Umweltschäden: Der Untergrund ist in einigen Regionen, zum Beispiel in Datong, bereits so ausgehöhlt, dass es jederzeit zu Erdrutschen kommen kann. Doch Städte wie Datong leben einzig von der Grube. Ein chinesisches "Wunder von Schlema" wäre ein Segen für die Region.
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Richard Friedrich, ...
Königlich-Sächsischer Werksmeister, war 1909 zum ersten Mal mit einigen Helfern in den Markus-Semmler-Stollen in Oberschlema eingefahren. Ihn lockte das Mineral Uran, dessen Eigenschaft, beim Zerfall intensive radioaktive Strahlen auszusenden, der französische Forscher Antoine-Henry Becquerel 1896 entdeckt hatte.
Die sächsische Staatsregierung hatte sich vom weltweit kursierenden "Radiumfieber" anstecken lassen und wollte die radioaktiven Wässer wirtschaftlich nutzen. Zwei Jahre dauerte es, bis Richard Friedrich im mittelalterlichen Stollensystem die "stärksten Radonquellen der Welt" fand.
Der Ausgabe von Radonwasser an einer Bretterbude folgte der Wasserversand in trichterförmigen Glasflaschen. 1918 wurde das erste Kurhaus mit einundzwanzig Badewannen und einem kleinen Emanatorium (Gasausfluss) eröffnet. Die Radonkuren waren so erfolgreich bei der Behandlung von Rheuma- und Gichtkrankheiten, dass immer mehr Kurgäste ins Erzgebirge kamen.
Innerhalb von fünfundzwanzig Jahren entstanden entlang des Schlemabaches und der Eisenbahnlinie von Aue nach Schneeberg Hotels, Pensionen, Restaurants, Boulevards und Stadtplätze. 1943 erreichten die Besucherzahlen ihren Höchststand. Oberschlema erlangte Weltruf.
Königlich-Sächsischer Werksmeister, war 1909 zum ersten Mal mit einigen Helfern in den Markus-Semmler-Stollen in Oberschlema eingefahren. Ihn lockte das Mineral Uran, dessen Eigenschaft, beim Zerfall intensive radioaktive Strahlen auszusenden, der französische Forscher Antoine-Henry Becquerel 1896 entdeckt hatte.
Die sächsische Staatsregierung hatte sich vom weltweit kursierenden "Radiumfieber" anstecken lassen und wollte die radioaktiven Wässer wirtschaftlich nutzen. Zwei Jahre dauerte es, bis Richard Friedrich im mittelalterlichen Stollensystem die "stärksten Radonquellen der Welt" fand.
Der Ausgabe von Radonwasser an einer Bretterbude folgte der Wasserversand in trichterförmigen Glasflaschen. 1918 wurde das erste Kurhaus mit einundzwanzig Badewannen und einem kleinen Emanatorium (Gasausfluss) eröffnet. Die Radonkuren waren so erfolgreich bei der Behandlung von Rheuma- und Gichtkrankheiten, dass immer mehr Kurgäste ins Erzgebirge kamen.
Innerhalb von fünfundzwanzig Jahren entstanden entlang des Schlemabaches und der Eisenbahnlinie von Aue nach Schneeberg Hotels, Pensionen, Restaurants, Boulevards und Stadtplätze. 1943 erreichten die Besucherzahlen ihren Höchststand. Oberschlema erlangte Weltruf.



