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Braunkohle

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Fakten zur Kohlenutzung:
+ Rund die Hälfte der in den USA erzeugten Elektroenergie stammt aus Kohlekraftwerken, weltweit sind es ungefähr 40 Prozent.
+ Die Kohlekraftwerke der Vereinigten Staaten erzeugen über 1,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.
+ 2004 (aktuellste Angaben) schätzte man die förderfähigen Kohlereserven auf weltweit 783,1 Milliarden Tonnen. Davon entfallen 27 Prozent auf die USA, 16 Prozent auf Russland, je 12 Prozent auf China und Indien und 7 Prozent auf die EU.
+ Während der zurückliegenden zehn Jahre hat sich der Weltmarktpreis für Kraftwerkskohle von rund 40 Euro pro Tonne auf 130 Euro erhöht.

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Carbon Dioxide Capture and Storing,...
kurz CCS, ist im deutschen Sprachraum auch als Kohlendioxid-Sequestrierung bekannt. Das Verfahren besteht aus vier Hauptschritten: Abtrennen ("Einfangen") des Kohlendioxids, Verflüssigung für den Transport, der Transport selbst, und die Endlagerung.

Je nach Abtrennungsverfahren kann der Wirkungsgrad im Kohlekraftwerk um mehr als zehn Prozent sinken. Hoch entwickelte Verfahren (IGCC) zeigen jedoch Wirkungsgradverluste von deutlich unter zehn Prozent. Kraftwerksneubauten werden heute oft schon mit dem Etikett CCS-Ready oder Capture-Ready versehen, was besagen soll, dass der Neubau für die nachträgliche CCS-Installation geeignet sei.

Genau definiert sind diese Begriffe jedoch nicht. Immerhin wären für den Bau der CCS-Anlage Flächen nötig, die in etwa der ursprünglichen Kraftwerksfläche entsprechen. Hinzu kommt der Zugang zu einer möglichen Endlagerstätte samt Pipelines.

Solche Endlagerstätten könnten nicht abbaubare Kohleflöze, Sedimentschichten in mehr als 800 Meter Tiefe und sogar Schichten unter dem Meeresboden sein. Forschungsprogramme zur CCS-Technik gibt es in der EU im Umfang von 200 Millionen Euro, und bereits seit 1997 in den USA (Testkraftwerk FutureGen).

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Wer verdient, wer trägt das Risiko?
Auf die Probleme der Endlagerung verweisen Kritiker des CCS-Verfahrens. Immerhin, so Professor Olaf Hohmeyer von der Universität Flensburg, gehe es um das sichere Deponieren von mehreren Hundert Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr.

Was tun, wenn das Kohlendioxid nicht - wie vorgesehen - für Jahrtausende in der Erde verbleibt, sondern an die Oberfläche tritt? Jede Leckage, so Hohmeyer, berge erhebliche Todesgefahr, da Kohlendioxid nun mal schwerer als Luft und geruchlos sei, und sich in Bodensenken sammeln könne. Laut Hohmeyer übernehme der Staat mit beachtlichem finanziellem Aufwand und auf Kosten künftiger Generationen lediglich die Risiken privater Betreiber.

Professor Hohmeyer, der gleichzeitig Europavertreter im UN-Weltklimarat ist, resümiert: Nur eine "wirklich saubere Energieversorgung ist gut für das Klima und für die Menschheit, aber (es wäre) das Ende der Kohlenutzung. Das macht den Konzernen, die heute gut am Einsatz von Stein- und Braunkohle verdienen, nicht wirklich Freude."