DDT, Lindan & Co.: Teilweise hochgiftige Substanzen waren in Holzschutzmitteln bis Ende der 1970er Jahre enthalten.
Sinnlose Chemiekeulen
Die Neigung zu übermäßigem Gebrauch von chemischen Holzschutzmitteln fand Ende der 1970er Jahre ein jähes Ende. Der Nutzen stand in keinem Verhältnis zu den gesundheitlichen Schäden durch Ausdünstungen. Architekten und Bauherren besannen sich auf näher liegende, mechanische Lösungen: Feuchteschutz ist der beste Holzschutz. Liegt die Holzfeuchte unter zwanzig Prozent, haben Pilze und Schimmel keine Chance. In einem gut durchlüfteten Wohnraum wird diese Grenze mit Sicherheit nicht überschritten. Baulicher Holzschutz, wie ein großer Dachüberstand, bewahren den Baustoff zusätzlich vor Wasser. Sind die tragenden Bauteile trocken eingebaut, ist auch hier nichts zu befürchten. Wartungsarbeiten sind allerdings auch bei Holz unvermeidbar. Bei weitsichtiger Planung lassen sich einzelne Bauteile deutlich leichter austauschen als bei massiver Bauweise mit Stein oder Beton.
Erstklassiger Dämmstoff
Heute überzeugt Holz nicht nur mit seinen konstruktiven Vorteilen sondern auch mit seinen Dämmeigenschaften: Der Baustoff besteht aus mehreren Millionen Zellen mit isolierenden Hohlräumen. Bei Massivholzhäusern ist deshalb nur ein geringer Wärmeschutz nötig. Holzständerbauten oder Fachwerkhäuser büßen zwar die Wärmeisolierung der massiven Front ein, aber das Dämmmaterial kann zwischen den Holzpfosten platziert werden und muss nicht - wie beim Mauerwerk - vor die Wand gestellt werden. Sogar Niedrigenergie- und Passivhäuser lassen sich am günstigsten in Holzbauweise errichten.
Leben mit Holz
Der wichtigste Aspekt ist jedoch das Leben mit Holz. Auch hier gibt es kaum Negatives zu berichten. Dank der warmen Oberfläche im Hausinneren ist der Temperaturunterschied zwischen Wand und Raumluft relativ gering. Außerdem ist Holz strahlungs- und magnetfeldfrei. Hausstaub wird nicht angezogen und kann leichter entfernt werden - für Allergiker ein Vorteil.
Antibakterielle Wirkung
Übrigens ist Holz auch besser als sein Ruf, was Hygiene betrifft: Ein gutes Beispiel ist die Diskussion über Plastik- oder Holzschneidebretter. Wissenschaftler der University of Wisconsin in den USA haben im Jahr 1993 die Entdeckung gemacht, dass Bakterien, wie zum Beispiel Salmonellen, auf Holzbrettern nach drei Minuten nahezu abgestorben waren, auf Plastikbrettern hingegen unverändert aktiv blieben. Kiefernholz, aber auch Eiche und Lärche besitzen antibakterielle Eigenschaften.
Baustoff der Zukunft
Bauphysik, Nachhaltigkeit, Ökonomie - nicht zuletzt seine positive Ausstrahlung - sprechen für den neuen alten Baustoff Holz. Unsere Ahnen waren mit ihren Holzhäusern bereits auf dem richtigen Weg. Schienen früher Häuser aus Stein und Beton komfortabler und sicherer, spricht heute vieles für Holzhäuser. Es ist also kein Wunder, dass der Baustoff Holz eine Renaissance erlebt.
Daniel Najock/Kathrin Schwarick (aktualisiert 10.11.2009)
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Stirbt der deutsche Wald?
Nein, der deutsche Wald stirbt nicht. Er wird totgeschrieben. Und das seit mehr als zwanzig Jahren. Im Jahr 1983 tauchte der Begriff Waldsterben erstmals auf - als Schlagwort für das Phänomen großflächiger Waldschädigungen durch sauren Regen, Ozon oder Schwermetalle. Gut ein Drittel des deutschen Waldes befand man damals für krank.
Im Jahr 2002 waren laut offiziellem Waldschadensbericht nur mehr dreißig Prozent aller Bäume völlig gesund. Doch das in den 1980er Jahren befürchtete großflächige Absterben der Wälder blieb aus. In den Medien wird allerdings immer wieder über stark zerstörte Waldgebiete im Harz oder im Erzgebirge berichtet, die mit ihren abgestorbenen Bäumen stellvertretend für das große Waldsterben in ganz Deutschland stehen sollen. Solche gravierenden Schäden sind jedoch nirgendwo sonst zu beobachten.
Dennoch ist die Gesundheit vieler Bäume durch Schadstoffaustoß beeinträchtigt - was an Symptomen wie der zunehmenden Verlichtung der Baumkrone und dem Austrocknen des gesamten Baumes zu erkennen ist. Hinzukommt, dass natürliche Schädlinge, wie Pilze oder der Borkenkäfer, den Baumbestand bedrohen. Weil besonders Monokulturen betroffen sind, werden heute vermehrt Mischwälder angelegt. Der Vergiftung der Umwelt weiter entgegenzuwirken, dürfte aber auch nicht schaden.
Nein, der deutsche Wald stirbt nicht. Er wird totgeschrieben. Und das seit mehr als zwanzig Jahren. Im Jahr 1983 tauchte der Begriff Waldsterben erstmals auf - als Schlagwort für das Phänomen großflächiger Waldschädigungen durch sauren Regen, Ozon oder Schwermetalle. Gut ein Drittel des deutschen Waldes befand man damals für krank.
Im Jahr 2002 waren laut offiziellem Waldschadensbericht nur mehr dreißig Prozent aller Bäume völlig gesund. Doch das in den 1980er Jahren befürchtete großflächige Absterben der Wälder blieb aus. In den Medien wird allerdings immer wieder über stark zerstörte Waldgebiete im Harz oder im Erzgebirge berichtet, die mit ihren abgestorbenen Bäumen stellvertretend für das große Waldsterben in ganz Deutschland stehen sollen. Solche gravierenden Schäden sind jedoch nirgendwo sonst zu beobachten.
Dennoch ist die Gesundheit vieler Bäume durch Schadstoffaustoß beeinträchtigt - was an Symptomen wie der zunehmenden Verlichtung der Baumkrone und dem Austrocknen des gesamten Baumes zu erkennen ist. Hinzukommt, dass natürliche Schädlinge, wie Pilze oder der Borkenkäfer, den Baumbestand bedrohen. Weil besonders Monokulturen betroffen sind, werden heute vermehrt Mischwälder angelegt. Der Vergiftung der Umwelt weiter entgegenzuwirken, dürfte aber auch nicht schaden.



