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LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

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Aus lauter winzigen Fasern...
besteht ein Blatt Papier. Die sind nicht länger als ein bis vier Millimeter und zwei bis vier hundertstel Millimeter dünn. Wie kommt es, dass Papier nicht einfach in seine vielen Fasern zerfällt, gibt es zwischen denen doch weder Klebstoff noch sonst irgendwelche Chemikalien?

Die Antwort: Den Zusammenhalt bewirken ohne Ausnahme die elektrostatischen Anziehungskräfte richtig platzierter Wassermoleküle. Papier ist ohne Wasser undenkbar, und genau daher entstanden Papiermühlen auch immer an größeren Gewässern, meist Flüssen. Wer an den "Klebstoff" Wasser nicht glaubt, der sollte einfach mal ein Blatt Papier ins Wasser werfen: Bald löst es sich in seine Fasern auf.

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Hergestellt wird Papier...
aus Zellstoff, Holz und/oder Altpapier. Das Holz, also die pflanzlichen Fasern, gibt dem Produkt seine Festigkeit. Hinzu kommen, je nach Papierart, noch ein paar Hilfs- und Füllstoffe. Doch die wichtigste Rolle spielt das Wasser: Es hält das Ganze zusammen und garantiert, dass die einzelnen festen Substanzen gut vermischt vorliegen.

Zu diesem Zweck gelangen die Fasern zunächst in einen großen Behälter mit Rührwerk und werden im Verhältnis 1 zu 99 verdünnt. Auf einem schnell laufenden Sieb verteilt sich dann alles schön gleichmäßig. Hier beginnt auch bereits die Entwässerung. Noch mehr Wasser entziehen kurz darauf auf die Papierbahn gedrückte Filze und Walzen.

Dampfbeheizte Zylinder in der so genannten "Trockenpartie" reduzieren die Feuchtigkeit schließlich entscheidend. Acht Prozent Wasser aber müssen übrig bleiben! Weniger würde das Papier spröde machen und zum Zerfallen bringen.

Papiermaschinen sind übrigens Einzelanfertigungen und nicht "von der Stange" zu haben. Mit oft weit über 100 Kilometern pro Stunde rast auf ihnen das Papier durch alle Fertigungsstufen. Täglich tausend Tonnen Druckpapier schafft zum Beispiel eine Maschine von rund zehn Metern Arbeitsbreite.