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Rohstoffe

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Der Prozess ist gnadenlos:
Immer wird abgebaut, nie aufgebaut. Statistisch gesehen verbraucht jeder Deutsche im Laufe seines Lebens 225 Tonnen Kohle, 116 Tonnen Erdöl, 40 Tonnen Stahl, 1,1 Tonnen Kupfer und 200 Kilogramm Schwefel. Keiner dieser Rohstoffe wächst in nennenswertem Umfang nach. Somit ist klar, dass es Endpunkte geben muss.

Am simpelsten geht die Berechnung solcher Endpunkte so: Man teilt alle bekannten Reserven eines Rohstoffs durch das Jahresvolumen seines Verbrauchs - und erhält die so genannte statische Reichweite: mehr als 40 Jahre für Öl, 60 Jahre für Gas, zwei Jahrhunderte für Kohle. (Zahlen aus: Der neue Kalte Krieg)

Was so eindeutig klingt, ist es jedoch nicht. Denn seltsamerweise haben sich diese Zahlen in den zurückliegenden fünfzig Jahren kaum verändert. Ein Grund liegt in der Ökonomie: Steigen die Preise eines Rohstoffs, wird der Abbau von Lagerstätten sinnvoll, die bisher in die Schätzung der Ressourcen nicht einbezogen waren.

Oder es ändert sich der Verbrauch, wie beim Kupfer, dessen Bedeutung rapid abgenommen hat. Oder neue Methoden der Exploration führen zur Entdeckung neuer Lagerstätten. Allzu "exakte" Prognosen sollte man also skeptisch betrachten. Andererseits: nicht nachwachsende Rohstoffe gehen zu Ende. Das ist Fakt.