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Wasser

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In die Wolken und zurück
Die Grafik kennen viele aus dem Geografieunterricht: die Silhouette einer Landschaft, an der die natürliche Bewegung des Wassers innerhalb des Ökosystems Erde gezeigt wird. Über dem Meer verdunstet Wasser, durch Abkühlung kondensiert es in höheren Luftschichten, über Land regnet oder schneit es, dann fließt das Niederschlagswasser über Bäche und Flüsse ins Meer zurück - so funktioniert der Wasserkreislauf im Schnelldurchlauf.

Motor des Wasserkreislaufs ist die Sonne: Sie erwärmt die Wasseroberfläche der Ozeane, Wasser verdunstet und gelangt in die Atmosphäre. Bei 40 Grad Celsius Lufttemperatur nimmt die Atmosphäre etwa 50 Gramm Wasser pro Kubikmeter Luft auf. Der Wasserdampf steigt nach oben (Konvektion) und wird durch den Wind horizontal transportiert (Advektion).

Da es in höheren Luftschichten immer kälter wird und kältere Luft weniger Wasserdampf aufnehmen kann als wärmere - bei 1 Grad Celsius nur 5 Gramm pro Kubikmeter -, kondensiert der Wasserdampf: Wolken entstehen. Weniger als ein Prozent des atmosphärischen Wassers ist in flüssiger oder fester Form (Eis) in Wolken gebunden, dabei bedecken Wolken die Erde zu mehr als sechzig Prozent.

Niederschlag entsteht, wenn Wolken mit kondensiertem Wasser gesättigt sind. Etwa fünfhunderttausend Kubikkilometer Niederschlag gehen pro Jahr auf der Erde nieder, rund drei Viertel davon auf den Ozeanen. Dann ist der Wasserkreislauf abgeschlossen.

Fällt der Niederschlag auf festes Land, verdunstet das Wasser zum Teil erneut: Knapp zwei Drittel des kontinentalen Niederschlags gelangen per Verdunstung wieder in die Atmosphäre; rund vierzigtausend Kubikkilometer Wasser fließen ober- beziehungsweise unterirdisch zum Meer zurück.
Video: Das Saalekraftwerk Jena-Burgau  
Video: Das Saalekraftwerk Jena-Burgau













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Funktionen des Wassers
Menschen können längere Zeit ohne feste Nahrung auskommen, jedoch nur wenige Tage ohne Wasser. Der Körper des Menschen besteht, je nach Alter, Geschlecht und Fettgehalt, zu 60 bis 70 Prozent aus Wasser, das Gehirn sogar zu 75 Prozent. Die Funktionen des Wassers im menschlichen Körper sind vielfältig.

Wasser ist ein Kühlmittel: Es reguliert die Körpertemperatur des Menschen. Durch Schwitzen - etwa zwei Millionen Schweißdrüsen gibt es auf der Haut - bleibt die Kerntemperatur auch bei extremer Hitze oder beim Sporttreiben konstant zwischen 36 und 37 Grad Celsius. Könnte der Körper die Wärme über die Haut nicht abgeben, würde es schnell zur Temperaturerhöhung kommen: Bei über 41 Grad Celsius droht ein tödlicher Hitzeschlag.

Wasser ist ein Transport- und Lösungsmittel: Das Wasser dient, wie das Blut, dem Transport von Sauerstoff und Nährstoffen zu den Organen sowie dem Abtransport von Stoffwechselprodukten. Viele Stoffwechselprodukte können nur ausgeschieden werden, wenn sie in einer bestimmten Konzentration im Wasser gelöst sind, wenn also genug Flüssigkeit im Körper ist.

Wasser ist ein Reaktionspartner: Viele Vitamine und Zuckermoleküle können erst durch Wasser genutzt werden. Wasser ist daran beteiligt, die Stoffe zu spalten; erst danach werden sie weiterverarbeitet.

Und: Wasser ist ein Neutralisator. Durch Stress, Überanstrengung oder durch Fehlernährung übersäuert der Körper des Menschen. Bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr, etwa zwei Liter am Tag, kann Wasser die Übersäuerung ausgleichen.