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Wismut
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Radioaktivität...
ist eine natürliche Erscheinung. Es gibt sie überall auf der Welt, sie wirkt - etwa als kosmische Strahlung - jederzeit auf unseren Körper. Radioaktivität kann lebende Zellen schädigen, sie kann zum Beispiel Krebs erzeugen. Entscheidend ist jedoch die Dosis: An geringe Strahlendosen ist das Leben auf der Erde seit Jahrmilliarden gewöhnt.

Gemessen werden Strahlendosen in der Masseeinheit Sievert. In Europa beträgt die durchschnittliche Strahlenbelastung rund 4 Millisievert pro Jahr. 70 Prozent dieser Dosis sind natürlichen Ursprungs, 25 Prozent sind durch medizinische Verfahren verursacht, 5 Prozent gehen auf das Konto technischer Anwendungen, etwa von Kernkraftwerken.

Radioaktive Strahlung ist ein Effekt, der regelmäßig bei der Umwandlung instabiler Atomkerne in Atomkerne mit anderer Masse auftritt. Grundsätzlich unterscheidet man Alpha-, Beta- und Gammastrahlung: Alpha- und Betastrahlen bestehen aus relativ schweren Kernteilchen, sie haben geringe Reichweiten und sind gut abzuschirmen.

Problematischer ist die aus sehr energiereichem Licht bestehende Gammastrahlung: Nur dicke Bleiplatten oder Betonwände können vor ihr schützen. Ein Spezialfall von Radioaktivität ist die etwa bei atomaren Kettenreaktionen erzeugte Neutronenstrahlung. Doch auch hier existiert ein natürliches Gegenstück: Teilchen aus dem Weltraum "schlagen" einzelne Neutronen aus Sauerstoff- und Stickstoffkernen der Luft.