"Die Menschen trauern, wie sie wollen"
Warum werden Tote bestattet? Diese und andere Fragen stellte LexiTV dem Direktor des Museums für Sepulkralkultur in Kassel, Reiner Sörries.Die Geschichte des Friedhofs ist längst nicht an ihr Ende gekommen. Gerade in jüngster Zeit haben die Formen, wie Menschen bestattet werden, eine bislang ungeahnte Vielfalt erreicht: anonym, unter der grünen Wiese, im Friedwald, auf See - alles scheint möglich.
Kostenfaktoren spielen eine Rolle, geografische Mobilität der Hinterbliebenen, die Grabpflege oft unmöglich macht, neue soziale Verhältnisse.
Reiner Sörries sieht in den vielfältiger gewordenen Bestattungsformen vor allem eine Individualisierung der letzten Dinge. Ausführlich äußert sich der Experte für Sepulkralkultur und Christliche Archäologie im nebenstehenden Interview.
LexiTV blickte auch in die Praxis des Umgangs mit Verstorbenen: Andreas Todt ist Thanatologe. Zu seiner Arbeit gehört das Herrichten von Leichen, also alles, was für eine würdige Totenfeier unumgänglich ist. Auf dem Stadtgottesacker in Halle geht es hingegen schon aus historischen Gründen spannend zu:
Das Interview mit Prof. Dr. Reiner Sörries führte Fernsehautorin Eva Jobst. Für den Text auf der Website: Michael Schmittbetz (26.10.2011)
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Prof. Dr. theol. habil. Reiner Sörries...
wurde über Fachkreise hinaus bekannt durch seine Bücher zur Kulturgeschichte des Friedhofs (Ruhe sanft, 2009), zur frühchristlichen Kunst in der Spätantike und zu protestantischen Kirchenbauten im Habsburger Reich.
Als Professor für Christliche Archäologie und Kunstgeschichte lehrt er an der Universität Erlangen.
1952 in Nürnberg geboren, studierte Sörries von 1972 bis 1977 Evangelische Theologie, Christliche Archäologie und Kunstgeschichte. Danach war er bis 1979 Vikar in Schwabach (Mittelfranken). Es folgten Promotion, Habilitation und eine Amtszeit als evangelischer Pfarrer in Bayern.
Seit 1992 ist Sörries zudem Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e. V. (AFD).
wurde über Fachkreise hinaus bekannt durch seine Bücher zur Kulturgeschichte des Friedhofs (Ruhe sanft, 2009), zur frühchristlichen Kunst in der Spätantike und zu protestantischen Kirchenbauten im Habsburger Reich.
Als Professor für Christliche Archäologie und Kunstgeschichte lehrt er an der Universität Erlangen.
1952 in Nürnberg geboren, studierte Sörries von 1972 bis 1977 Evangelische Theologie, Christliche Archäologie und Kunstgeschichte. Danach war er bis 1979 Vikar in Schwabach (Mittelfranken). Es folgten Promotion, Habilitation und eine Amtszeit als evangelischer Pfarrer in Bayern.
Seit 1992 ist Sörries zudem Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e. V. (AFD).
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Das Museum für Sepulkralkultur...
in Kassel widmet sich seit 1992 den Themen Sterben, Tod und Gedenken. Die Bezeichnung Sepulkralkultur kommt vom lateinischen sepulcrum, zu deutsch: Grab oder Grabstätte. Darüber hinaus schließt Sepulkralkultur alles ein, was mit der Bestattung von Toten und mit der Erinnerung an Verstorbene zusammenhängt.
Die Dauerausstellung im Kasseler Museum zeigt auf etwa 1.400 Quadratmetern unter anderem Särge und Leichenwagen, Trauerkleidung und -schmuck, Grabsteine, Skulpturen und weitere Gegenstände, die mit Sterben und Tod in Zusammenhang stehen. Sonderausstellungen greifen historische und aktuelle Aspekte der Bestattungskultur auf.
Interessierten Besuchern und Fachleuten bietet das Museum außerdem eine Präsenzbibliothek, sowie eine Sammlung von derzeit rund 16.500 Grafiken vom 15. Jahrhundert bis heute.
Weitere Informationen gibt es auf der Website des Museums.
in Kassel widmet sich seit 1992 den Themen Sterben, Tod und Gedenken. Die Bezeichnung Sepulkralkultur kommt vom lateinischen sepulcrum, zu deutsch: Grab oder Grabstätte. Darüber hinaus schließt Sepulkralkultur alles ein, was mit der Bestattung von Toten und mit der Erinnerung an Verstorbene zusammenhängt.
Die Dauerausstellung im Kasseler Museum zeigt auf etwa 1.400 Quadratmetern unter anderem Särge und Leichenwagen, Trauerkleidung und -schmuck, Grabsteine, Skulpturen und weitere Gegenstände, die mit Sterben und Tod in Zusammenhang stehen. Sonderausstellungen greifen historische und aktuelle Aspekte der Bestattungskultur auf.
Interessierten Besuchern und Fachleuten bietet das Museum außerdem eine Präsenzbibliothek, sowie eine Sammlung von derzeit rund 16.500 Grafiken vom 15. Jahrhundert bis heute.
Weitere Informationen gibt es auf der Website des Museums.






