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Glück

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Die Stoa
Kontinuität und Wandel über Jahrhunderte hinweg sind bezeichnend für die Philosophie der Stoa. Auf die ältere Stoa, deren Hauptvertreter Zenon (336 bis 264 v. Chr.) und Chrysippos (276 bis 204 v. Chr.) waren und die um 300 v. Chr. in Athen entstand, folgten weitere Perioden im Zuge der Anpassung an die Situation im mächtiger werdenden Römischen Reich.

Der Mensch als Weltbürger und unabhängig von "gleichgültigen Dingen" wie lokale Herkunft und Stand - das passte recht gut zum ländererobernden Imperium Romanum. So gab die mittlere Stoa - etwa ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. - vor allem römischen Führungsschichten das Leitbild politischen Denkens und Handelns.

Wie die mittlere Stoa mit der römischen Republik ist die jüngere Stoa mit dem Kaiserreich verbunden - etwa ab der Zeitenwende. L. Aennaeus Seneca (4 v. Chr. bis 65 n. Chr.), Erzieher Neros, zählt zu ihren Repräsentanten. Der Sklave Epiktet (50 bis 138 n. Chr.), ebenso wie Marc Aurel, der Kaiser (121 bis 180 n. Chr.), traten in der Spätphase als führende philosophische Köpfe hervor. Marc Aurels Selbstbetrachtungen sind das wohl eindrucksvollste Zeugnis stoizistischer Weltsicht und stoischer Lebenshaltung.

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Im Flow
Glück als Ordnung im Bewusstsein, als Harmonie, als geordnetes und erfolgreiches Streben nach einem selbstgesteckten Ziel - das ist die Basis des so genannten Flow-Erlebnisses. Das Konzept des Flow stammt von dem Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi (geb. 1938). Es meint ein lang anhaltendes, deutliches Glücksgefühl, bei dem Raum und Zeit buchstäblich vergessen werden.

Bei der Fomulierung des Konzepts stützte sich Csikszentmihalyi, emeritierter Professor der University of Chicago, direkt auf stoizistische Lehren. Konzentration auf den Augenblick, Verschwinden der Sorge um sich selbst, das Gefühl der Kontrolle über die eigene Aktivität sind wichtige Merkmale stoischer Lebenseinstellung. Flow beim Sex, beim Hören exzellenter Musik, beim Schreiben, beim Ansehen wunderbarer Bilder - der Zusammenhang zur stoizistischen Glücksauffassung ruhigen ausgeglichenen Fließens ist offenkundig.