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LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

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Das Wort orthodox heißt "rechtgläubig" und bezieht sich auf den Gegensatz von östlich-orthodoxer und römisch-katholischer Konfession. Die Kirche im Westen bekam zunehmend politisches Gewicht, nachdem das weströmische Reich zerfallen war. Und der Bischof von Rom erklärte sich schließlich zum alleinigen Stellvertreter Gottes auf Erden. Vor allem in den Gebieten des oströmischen oder Byzantinischen Reiches stieß diese Auslegung auf wenig Verständnis. Die Missionierung der Slawen, nicht zuletzt durch Einführung der (kyrillischen) Schrift, machte Konstantinopel zum Zentrum der östlichen Christenheit. Der Papst und der Patriarch von Konstantinopel (früher Byzanz, heute Istanbul) exkommunizierten sich 1054 gegenseitig. Dies wurde erst beim zweiten Vatikanischen Konzil 1965 zurückgenommen.