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Herzinfarkt

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Das menschliche Herz ist ein Hohlmuskel, nicht größer als eine geballte Faust. Dieser kleine unermüdliche Muskel - bei einem Erwachsenen 300 bis 400 Gramm schwer - schlägt im Laufe des Lebens zirka zweieinhalb Milliarden Mal und befördert dabei mehr als 200 Millionen Liter Blut.

Das Herz besteht aus zwei Herzhälften, die durch eine feste Scheidewand voneinander getrennt sind. Jede Hälfte besteht aus dem Vorhof (Atrium) und einer Kammer (Ventrikel). Damit das Blut während der Pumpaktion des Herzens zirkulieren kann, lenken Herzklappen die rote Flüssigkeit in die richtigen Bahnen - sie funktionieren damit wie kleine Ventile. Das Herz ist der einzige Muskel, der sich während unseres Lebens nicht ein einziges Mal ausruhen darf. Selbst die Atemmuskulatur legt kurze Pausen ein, wenn der Mensch schläft.

Wenn das Herz nicht mehr arbeitet, hilft oft nur eins: ein Spenderherz. Die erste Herztransplantation der Welt gelang 1967 dem Chirurgen Christian Barnard: Er verpflanzte das Herz einer jungen Frau in die Brust von Louis Washkansky - der berühmte Patient starb allerdings achtzehn Tage später. Dem medizinischen Fortschritt aber ist es zu verdanken, dass Transplantationen heutzutage Routine sind - leider gibt es immer noch zu wenig Spenderherzen.