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Pilgern
Weltenbummler

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In Gottes Namen in die Fremde
In den Jahren zwischen 1095 und 1279 gab es mehrere Kreuzzüge zur Befreiung des Heiligen Landes (Jerusalem und andere christliche Pilgerstätten in Palästina) von den "ungläubigen" muslimischen Eroberern. Viele Kreuzfahrer waren davon überzeugt, dass mit der Vertreibung der Heiden Gottes Wille erfüllt werde und ihnen damit alle Sünden erlassen seien.

Sie erachteten die Kriegszüge als Pilgerfahrt in Waffen; der Begriff Kreuzzug entstand erst im 13. Jahrhundert. Die vorgeblich religiös motivierten Feldzüge dienten einerseits als Stütze für das abendländische Papsttum, das sich von der Kontrolle über das Heilige Land eine Ausweitung seiner Macht versprach.  Andererseits erhofften sich Ritter und Adlige die Eroberung neuer Besitztümer.

Besonders jüngere Söhne des Adels, die nicht erbberechtigt waren, sahen hier eine Möglichkeit, sich eigenes Gebiet anzueignen. Im Laufe der Zeit dominierten immer mehr wirtschaftliche Interessen, der ursprüngliche religiöse Kreuzzugsgedanke ging verloren. Der Begriff Kreuzzug wurde denn auch auf Kriege gegen Nichtchristen anderer Länder und gegen von der Kirche als Ketzer betrachtete Menschen ausgeweitet.