Eine Frage des Glaubens
Fliegende Untertassen haben einen festen Platz in den Gedanken der Menschen. Täglich gehen heute "Sichtungen" in UFO-Meldestellen ein. Worauf gründet sich die Faszination für rätselhafte Flugobjekte?Angebliches UFO am Himmel von New Jersey, 1952.
Glaube an UFOs ungebrochen
Bis heute bewegt eine Frage die Gemüter: Was fanden die Militärs damals wirklich? Mit dem Roswell-Zwischenfall nahm der Glaube an unidentifizierbare Flugobjekte aus dem All, kurz UFOs, seinen Anfang. Weltweit beschäftigen sich Ufologen seitdem mit rätselhaften Lichtern am Himmel, mit fliegenden Untertassen und mit der möglichen Existenz von außerirdischem Leben. Ganze Glaubensrichtungen entstehen seit Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts. Doch warum begeistern sich Menschen für die Idee, dass unbekannte Flugobjekte und Aliens von fernen Planeten zur Erde kommen?
Faszination des Unerklärlichen
Unerklärliches und Mysteriöses übt seit Menschengedenken große Anziehungskraft aus. Ägypter, Babylonier: Sie alle beteten Sonne, Mond und Sterne als Gottheiten an, legten ihre ganze Hoffnung in die Himmelsgötter und dachten, Freud und Leid auf Erden werde von ihnen beeinflusst. Wandmalereien in Höhlen und an Felsen sowie riesenhafte Bodenbilder in Wüsten zeigen, dass der Glaube an außerirdische Kräfte damals eine tragende Rolle spielte.
Pharao Echnaton - zu seinem Sonnengott betend: schon die alten Ägypter glaubten an die Kraft der Himmelskörper.
Heute hingegen bieten sichtbare Himmelsphänomene kaum noch Raum für Spekulationen. Sie sind entzaubert: Sterne sind als selbstleuchtende Gaskugeln entlarvt, Planeten als massereiche, kugelähnliche Himmelskörper, die sich auf keplerschen Umlaufbahnen um die Sonne bewegen. Doch in den unendlichen, den Augen verborgenen Weiten des Universums bleibt genügend Platz für mysteriöse Phänomene.
Außerirdische Erlöser
Einer, der genau darauf spekuliert, ist der Franzose Claude Vorilhon. 1973 änderte sich seine Welt schlagartig. In jenem Jahr will der Rennfahrer einem aus einem UFO entstiegenen Außerirdischen begegnet sein. Die Geschichte Vorilhons: Der Vertreter der extraterrestischen Zivilisation der Elohim offenbarte ihm, dass sein Volk vor 25.000 Jahren erstmals auf der Erde gewesen sei. Der DNA mächtig, hätte es hier die Menschheit geschaffen. Der Besucher taufte Vorilhon auf den Namen Rael, Der das Licht der Elohim bringt, und gab ihm den Auftrag, fortan als Prophet zu wirken...
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Zu den glaubwürdigen Wissenschaften, die die Möglichkeit außerirdischen Lebens erforschen, gehört die Exobiologie, auch Astro- oder Xenobiologie genannt (abgeleitet aus dem Griechischen exo für außen, außer; astro für Stern; xeno für fremd, auswärtig; und biologia für Lebenskunde).
Die exobiologische Abteilung der NASA geht davon aus, dass auf einigen Planeten unseres Sonnensystems, wie Mars und Venus, und auf einigen größeren Monden Leben existieren kann oder konnte. Der Saturnmond Titan nimmt dabei eine besondere Stellung ein: unter einer dichten Atmosphäre von Stickstoff und Methan könnten Bedingungen herrschen, die denen der Ur-Erde ähnlich sind.
Um die These zu stützen, werden die Grenzen möglichen Lebens in extremen Umgebungen der Erde, in Vulkanen, in der Tiefsee und in der Antarktis, untersucht. Die Ergebnisse vergleichen Wissenschaftler dann mit Bedingungen auf anderen Planeten. Auch Meteoriten und Versteinerungen untersuchen Exobiologen. 1990 fanden sie in einem Meteoriten Spuren, die auf einzelliges Leben hindeuten.
Die exobiologische Abteilung der NASA geht davon aus, dass auf einigen Planeten unseres Sonnensystems, wie Mars und Venus, und auf einigen größeren Monden Leben existieren kann oder konnte. Der Saturnmond Titan nimmt dabei eine besondere Stellung ein: unter einer dichten Atmosphäre von Stickstoff und Methan könnten Bedingungen herrschen, die denen der Ur-Erde ähnlich sind.
Um die These zu stützen, werden die Grenzen möglichen Lebens in extremen Umgebungen der Erde, in Vulkanen, in der Tiefsee und in der Antarktis, untersucht. Die Ergebnisse vergleichen Wissenschaftler dann mit Bedingungen auf anderen Planeten. Auch Meteoriten und Versteinerungen untersuchen Exobiologen. 1990 fanden sie in einem Meteoriten Spuren, die auf einzelliges Leben hindeuten.



