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Urknall

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Großer Knall?
Natürlich war der "Urknall" kein Knall. So etwas hätte schließlich einen Luftwiderstand vorausgesetzt. Unbekannt ist, wer die Wortbildung Big Bang ausgerechnet mit "Urknall" übersetzte. Vom Big Bang sprach erstmals 1951 der Astrophysiker Fred Hoyle - in einer Rundfunkreihe der BBC.

Hoyle, ein Anhänger der steady state theory, die den unveränderlichen Zustand des Universums postulierte, wollte damit die Verfechter der Expansionstheorie lächerlich machen. Damals stand die Entdeckung des Mikrowellenrauschens noch aus, vom Standardmodell der Astrophysik konnte noch keine Rede sein.

Wie dem auch sei, "Urknall" ist ein höchst unvollkommenes Bild: Es gab keinen "Knall" im Raum, weil es keinen Raum gab. Oder besser: der Punkt war der Knall, und der Knall war der Raum und die Zeit. Letztere gab es nun ebenfalls nicht. Das aber änderte sich während der folgenden Milliardstel Sekunden...

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Der Doppler-Effekt
Man stelle ein Blasorchester auf einen schnell fahrenden Eisenbahnwaggon, und überlege, weshalb die Töne beim Wegfahren für einen am Gleis stehenden Beobachter tiefer klingen als beim Ankommen: Ungefähr so sah die Versuchsanordnung des Johann Christian Doppler aus.

Die Antwort: Erhöht sich der Abstand zwischen Orchester und Beobachter laufend, erhöht sich ebenfalls die Länge der Schallwellen, die den Beobachter erreichen. Umgekehrt ist der Effekt bei ankommender Bewegung.

Was für Schallwellen gilt, gilt für alle Wellen, also ebenso für Licht: Die Spektrallinien eines beliebigen Objekts verschieben sich bei laufend zunehmender Entfernung ins langwellige - ins rötliche nämlich. Aus dem Maß der Rotverschiebung lässt sich bei bekanntem Ruhespektrum das Tempo relativ zum Beobachter errechnen.