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LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

Dieser Artikel gehört zu den Themen

Zeit
Uhren

Infobox

Bis zur dritten Lebenswoche fehlt beim Menschen das Verhältnis zur Zeitgliederung. In der dritten bis vierten Woche passt sich der Säugling an den embryonal schon vorgegebenen 24-Stunden-Tag-Nacht-Zyklus an. Mit eineinhalb bis zwei Jahren kommt es zu einer ersten Erfassung von zeitlicher Reihenfolge und unterschiedlicher Dauer. Damit entsteht das Bewusstsein von "Jetzt". Mit drei Jahren beginnt die Gliederung des Tages in Funktionsabschnitte. Mit vier Jahren können Geschehnisse in ein aufgebautes Tageszeitgitter eingegliedert werden. Mit fünf Jahren prägt man sich schon die Folge und Bedeutung der Wochentage ein. Wenig später wird der Mensch mit der Uhr und ihrer Stundeneinteilung vertraut. Nun begreifen Kinder die Phänomene von Dauer, Gleichzeitigkeit und Reihenfolge. Mit sechs Jahren erst verstehen sie den linearen Charakter der Zeitachse - Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Zwischen dem zehnten und zwölften Jahr kommt der Aufbau des Zeitsinns zum Abschluss: Zeit ist erlernt!