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Chicago

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Land, das nach Zwiebeln stinkt
- so nannten die Potawami-Indianer das Marschland am westlichen Ufer des Michigansees. In den 1770er Jahren richtete ein Haitianer in Checagou einen Handelsposten ein. Offiziell gegründet wurde Chicago am 12. August 1833.

Durch die günstige Verkehrslage - sowohl Eisenbahnstrecken als auch Wasserwege treffen sich hier - nahm die Bedeutung der Stadt schnell zu: 1870 lebten hier bereits dreihunderttausend Menschen. Ein großer Brand im Jahr 1871 kostete mehreren hundert Einwohnern das Leben und zerstörte rund 18.000 Häuser auf einer Fläche von vier Quadratmeilen.

Um die weiter wachsende Einwohnerschar unterzubringen (1890 zählte Chicago über eine Million Menschen) - und begünstigt durch Erfindungen wie den Stahlskelettbau und elektrische Aufzüge -, baute man nun bevorzugt nach oben. Das erste Hochhaus der Welt, das Home Insurance Building, stand von 1895 bis 1931. International bekannte Architekten wie Ludwig Mies van der Rohe und Frank Lloyd Wright verpassten Chicago sein modernes Aussehen.

Der höchste Turm der Stadt, der Sears Tower (442 Meter hoch), war bis 1997 das höchste Gebäude der Welt. Bis 2011 entsteht am Ufer des Michigansees der Chicago Spire. Mit 610 Metern Höhe wird er auch den in New York geplanten Freedom Tower überragen. Die Stadt Chicago zählt heute fast 2,9 Millionen Einwohner und ist politisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Region.