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Dresden
Luftkrieg

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Nach der Katastrophe
Es heißt, das alte Dresden sei zweimal zerstört worden - zuerst durch die Bomben und dann durch den Wiederaufbau. Zahlreiche Kunst- und Kulturgüter gingen für immer verloren, Teile der alten Stadtstruktur verschwanden, weil Reste historischer Gebäude trotz wiederaufbaufähiger Bausubstanz abgerissen oder gesprengt wurden.

Die Zwänge der Nachkriegszeit ließen Dresdens Stadtoberen allerdings häufig keine andere Wahl, suchten sie doch nach schnellen Antworten auf Wohnungsnot und zerstörte Infrastruktur. Die Restaurierung alter Stadtstrukturen hatte da kaum oberste Priorität. Und doch war der Abriss manches Baudenkmals - vor allem Kirchen und Bürgerhäuser - ideologisch begründet.

Nichtsdestotrotz wurde bereits 1945 mit der Sicherung historisch wertvoller Bausubstanz begonnen. Noch während der Enttrümmerung - sie dauerte bis 1962 und "befreite" die Innenstadt von rund 18 Millionen Kubikmetern Schutt - bargen Denkmalpfleger, Architekten, Bildhauer und freiwillige Helfer unzählige historische Bauteile, wie etwa Gebäudeschmuck und Plastiken.

Ende 1945 begann die Restaurierung des Zwingers und des Schauspielhauses, das bereits 1948 wiedereröffnen konnte. Der Zwinger war dagegen erst 1964 äußerlich fertig gestellt. Der geplante Abriss der Ruine der Semperoper konnte dank des Widerstandes engagierter Architekten, Künstler und Denkmalpfleger verhindert werden. Der unermüdliche Wiederaufbau ließ zahlreiche historische Bauwerke Dresdens in alter Schönheit erstrahlen - und manches präsentiert sich heute sogar prachtvoller als vor der Zerstörung.

Kontrastiert wurden diese Bemühungen durch den Ende der 1950er Jahre beginnenden Aufbau Dresdens zur "sozialistischen Stadt". In industrieller Bauweise entstanden auf den zahlreichen Brachflächen große innerstädtische Wohngebiete ohne Bezug zur früheren Stadtstruktur. So wurde etwa aus der einst lebendigen Prager Straße mit ihren prächtigen Geschäftshäusern ein von schmucklosen Plattenbauten geprägter Wohn- und Einkaufskomplex im sozialistischen Stil.