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Istanbul

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Byzanz - Konstantinopel - Istanbul
Am Bosporus, der Nahtstelle zwischen Europa und Asien, gelegen, war die Stadt einst Machtzentrum des Römischen, des Byzantinischen und des Osmanischen Weltreichs. Heute ist Istanbul, mit rund 13 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Türkei, das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Schon früh entwickelte sich die Stadt zu einer Handelsmetropole ersten Ranges, lag sie doch genau am Schnittpunkt des Seewegs vom Mittelmeer ins Schwarze Meer sowie des Landwegs von Südosteuropa nach Vorderasien.

Als griechische Siedlung Byzantion (Byzanz) im 7. Jahrhundert v. Chr. gegründet, machte Kaiser Konstantin die Stadt im Jahr 324 n. Chr. unter dem Namen Roma Nova zur neuen Hauptstadt des Römischen Reichs. Ihm zu Ehren erhielt sie schon bald den Namen Konstantinopel. Etwa 200.000 Menschen lebten in der damals größten Stadt der Erde. Nach der Eroberung durch die Osmanen im Jahr 1453 erhielt sie den Namen Istanbul. Die Stadt wurde Residenz der Sultane und Hauptstadt des Osmanischen Reiches.

Von der Anziehungskraft der Metropole ging auch nichts verloren, als die Regierung des neuen türkischen Staates die Hauptstadt 1923 nach Ankara verlegte. Vor allem aus ländlichen Gebieten strömten die Menschen in die Stadt; seit 1950 hat sich die Bevölkerungszahl fast verzwanzigfacht. Mit rund 7.000 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Istanbul die dichtbesiedelste Stadt Europas.

Zwei Fünftel der gewerblichen Arbeitsplätze der Türkei konzentrieren sich in Istanbul. Hier werden 23 Prozent des türkischen Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet; 60 Prozent des türkischen Handels werden über Istanbul abgewickelt. Börse, Großhandel, Bank-, Presse- und Verlagswesen dominieren den Dienstleistungssektor. Das produzierende Gewerbe - kleine Handwerks- wie industrielle Betriebe - stellen neben Textilien und Nahrungsmitteln auch Leder- und Kunstlederwaren sowie keramische Erzeugnisse her. Von Bedeutung ist ebenso der Fahrzeug- und Motorenbau.

Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist der Tourismus. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2010 besuchten rund 1,75 Millionen Menschen die Stadt. 12,4 Prozent aller Besucher kamen aus Deutschland, gefolgt von russischen Touristen mit einem Anteil von knapp 7 und britischen Gästen mit rund 5 Prozent.