Paradies in der Wüste
Einst nur eine kleine Siedlung, hat sich Las Vegas in einen riesigen Erlebnispark verwandelt. Den Aufstieg verdankt die Stadt dem Mafioso Bugsy Siegel - der eröffnete 1946 das erste Kasino in der Ödnis Nevadas.Shangri-La soll es heißen, das neue Luxushotel in Las Vegas, dessen Eröffnung für 2010 geplant ist. Shangri-La heißt auch ein sagenumwobener Ort irgendwo im Himalaja. Östliche Legenden beschreiben ihn als wunderschönes Fleckchen Erde, als Paradies, in dem die Menschen ohne Habgier und Hast - isoliert von der Außenwelt - leben. Mit Las Vegas, der Spieler- und Glitzermetropole in der Wüste von Nevada, haben diese Vorstellungen nur wenig gemein.
Spieler, Sensationen und Superlative
Wahrscheinlich aber ist es das Image von der schönen heilen Welt, das die Hotelbetreiber ihren gut zahlenden Kunden vermitteln wollen. Und sehr wahrscheinlich ist es auch das, was sich die meisten Besucher von Las Vegas erträumen: Hier, in der Stadt der Spieler, Sensationen und Superlative, hoffen sie auf das große Glück und den schnellen Reichtum. Wie kaum ein anderer Ort dieser Welt lockt Las Vegas mit der Versuchung abzutauchen - raus aus der Wirklichkeit, hinein eine grellbunte Scheinwelt ohne Zeit und Raum.
Viva Las Vegas
Schroffe Gegensätze zwischen Wirklichkeit und Traum, zwischen Sein und Schein, zwischen Hoffen und Bangen machen den Reiz Las Vegas´ aus - einen Reiz, dem jedes Jahr rund 36 Millionen Besucher erliegen. Aber nicht nur Touristen zieht es nach Las Vegas - auch die Filmindustrie hat die Glitzerstadt längst für sich entdeckt. In über dreißig Spielfilmen dient die Traumwelt in der Wüste als Kulisse, denn nirgendwo sonst lassen sich Glück und Gewinn, Untergang und Verzweiflung, Suche und Hoffnung, Gewalt und Verbrechen, wahre und käufliche Liebe so authentisch darstellen wie in Las Vegas.
Einer der bekanntesten Kinofilme, der in der Wüste Nevadas spielt, ist Viva Las Vegas mit Elvis Presley aus dem Jahr 1964. Presley spielt einen Rennfahrer, der sich in Las Vegas als Kellner und Sänger verdingt. Dabei verliebt er sich in eine schöne Unbekannte, gespielt von Ann-Magret. Trotz eher schwachen Drehbuchs gehört der Film zu den erfolgreichsten Elvis Presleys. Kein Wunder, geht es in dem Streifen doch um sorgenfreies Leben, um Geld und Vergnügen, um schöne Frauen und nicht zuletzt um die große Liebe.
Glitzernder Touristenmagnet
Mit seinen glitzernden Lichtern, rollenden Würfeln und Showgirls mit Beinen bis zum Himmel macht Viva Las Vegas erfolgreich Werbung für die Stadt. In Scharen strömen Besucher nach Las Vegas auf der Suche nach Erfüllung des amerikanischen Traums. Doch das Bild von der magischen Stadt in der Wüste taucht danach nur noch in wenigen Filmen auf. Den amerikanischen Traum, den finden in Las Vegas tatsächlich nur die wenigsten Besucher. Vielmehr waren und sind es die Strippenzieher hinter den Kulissen, die das große Geld scheffeln. Bis zum Ende der 1980er Jahre war das vor allem die Mafia...
Teil 1: Scheinwelt ohne Zeit und Raum
Teil 2: Zwischen Brutalität und Glamour
Teil 3: City of Entertainment
Teil 2: Zwischen Brutalität und Glamour
Teil 3: City of Entertainment
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Infobox
Wüstennest im Größenwahn
Offiziell gegründet im Jahr 1905, ist Las Vegas eine noch recht junge Stadt. Zur Spielermetropole entwickelte sich das ehemalige Wüstennest im US-Staat Nevada durch die Legalisierung des Glückspiels 1931.
Derzeit leben in der Stadt etwa 550.000 Einwohner, mit den Vororten sind es fast 1,8 Millionen. Las Vegas ist die am schnellsten wachsende US-Metropole: jeden Monat strömen ungefähr sechstausend Neubürger in den Großraum von Las Vegas.
Das Wirtschaftsmagazin Forbes bewertete die Stadt 2005 sogar als drittbesten Wirtschaftsstandort in den USA. Wichtigste Säulen der Wirtschaft sind der Tourismus und das Glückspiel, die alleine gut dreißig Prozent aller Arbeitsplätze garantieren.
Zudem kann Las Vegas unzählige Rekorde verbuchen: sechzehn von den weltweit zwanzig größten Hotels, die höchste Achterbahn der Welt, den größten künstlichen Vulkan, die weltgrößte Glasskulptur und das größte Wasserspiel gibt es in der Stadt der Superlative zu bestaunen.
Offiziell gegründet im Jahr 1905, ist Las Vegas eine noch recht junge Stadt. Zur Spielermetropole entwickelte sich das ehemalige Wüstennest im US-Staat Nevada durch die Legalisierung des Glückspiels 1931.
Derzeit leben in der Stadt etwa 550.000 Einwohner, mit den Vororten sind es fast 1,8 Millionen. Las Vegas ist die am schnellsten wachsende US-Metropole: jeden Monat strömen ungefähr sechstausend Neubürger in den Großraum von Las Vegas.
Das Wirtschaftsmagazin Forbes bewertete die Stadt 2005 sogar als drittbesten Wirtschaftsstandort in den USA. Wichtigste Säulen der Wirtschaft sind der Tourismus und das Glückspiel, die alleine gut dreißig Prozent aller Arbeitsplätze garantieren.
Zudem kann Las Vegas unzählige Rekorde verbuchen: sechzehn von den weltweit zwanzig größten Hotels, die höchste Achterbahn der Welt, den größten künstlichen Vulkan, die weltgrößte Glasskulptur und das größte Wasserspiel gibt es in der Stadt der Superlative zu bestaunen.



