Die Weltstadt
Eine der ältesten und größten Städte Europas, atemberaubender Mix mit kulturellen Einflüssen aus der ganzen Welt - das ist London. Nirgendwo könnten die Gegensätze von Tradition und Moderne größer sein.London ist groß. Millionen von Touristen, die jedes Jahr die britische Hauptstadt besuchen, können ein Lied davon singen. Es ist einfach unmöglich, all die Sehenswürdigkeiten und Attraktionen dieser Stadt der Superlative in der Otto-Normal- Urlaubern zur Verfügung stehenden Zeit zu entdecken: Die königlichen Paläste, die Parks und die Brücken. Die Kirchen, Märkte und stuckverzierten Fassaden der Häuserzeilen in den vornehmen Vierteln. Die vielen Museen, Galerien und Theater.
Beeindruckende Zahlen
London ist groß. Schon die Zahlen sprechen für sich. Um die 7,4 Millionen Menschen leben hier, im gesamten Ballungsraum sind es weit über zwölf Millionen. Das Stadtgebiet, Greater London, - bestehend aus dem Stadtkern, der City of London, und 32 Bezirken, Boroughs genannt - umfasst eine Fläche von mehr als anderthalbtausend Quadratkilometern. Die City ist dabei nur etwa 2,9 Quadratkilometer groß. Über etwa 45 Kilometer erstreckt sich London entlang der Themse.
International führende Position
London ist groß. Auch im Geschäft: Als Hauptstadt stellt London nicht nur das Verwaltungs- und politische Zentrum Großbritanniens dar. Europaweit gilt die Metropole als mächtigster Handelsplatz und Knotenpunkt globaler Wirtschafts- und Finanznetzwerke. International kämpft London nur mit New York und Tokio um die weltwirtschaftlich führende Position.
Ort der Banken
Sechzig der fünfhundert größten Unternehmen der Welt haben hier ihren Hauptsitz. Vor allem US-amerikanische Investmentbanken bevorzugen die Stadt an der Themse, um dort ihre Europa-Zentrale zu eröffnen. Die Firmen profitieren, neben der Sprache, speziell vom Wissenspotenzial und der Innovationskraft Londons: Etwa fünfzig Prozent aller britischen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen befinden sich hier.
Erst zum Princess Diana Memorial Walk oder lieber gleich zur Tower Bridge? Der London-Besucher hat die Qual der Wahl.
Anziehungspunkt war und ist London jedoch nicht nur für die Big Players. Im Mittelalter strömten vor allem arbeit- und brotsuchende Briten in die Stadt. Zur Zeit der großen Feuersbrunst 1666 lebte jeder 14. Engländer in London; um 1800 zählte die Stadt schon über eine Million Einwohner. Seit eh und je fanden auch politisch und religiös Verfolgte aus ganz Europa Zuflucht: französische Hugenotten gegen Ende des 17. Jahrhunderts, jüdische Migranten aus Osteuropa im 19. Jahrhundert, deutsche Juden während der Nazidikatur.
Sammelbecken Eastend
Ab den 1950er Jahren dann war London das Ziel vieler Einwanderer aus Commonwealth-Staaten und ehemaligen britischen Kolonien: Menschen aus Indien, Pakistan und Bangladesch, aus Hongkong, der Karibik und Afrika kamen in die Stadt. Sie siedelten, wie schon Generationen von Einwanderern vor ihnen, im Londoner Osten - dem so genannten Eastend. Das Viertel ist seit Jahrhunderten Anlaufstelle für Immigranten aus aller Welt - und hat nicht das beste Image. Wer es sich leisten konnte, zog weg. Aus Kirchen wurden Synagogen, aus Synagogen schließlich Moscheen...
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