Die Bildfabrik
"In Europa sagen mir Leute, dass sie nach New York wollen, weil sie es in meinen Filmen gesehen haben", erzählt der Regisseur Woody Allen. Bilder aus New York prägen das Denken der Welt.Welche Farbe hat New York? Eine Umfrage des Bahnmagazins Mobil widmete sich 2005 dem Erscheinungsbild der Metropolen. London ist rot, Berlin grün. Und ohne je in New York gewesen zu sein, erinnerten sich die Befragten an gelbe Taxis, gelbe Schulbusse, gelbe Verkehrsschilder, Ampeln und Zeitungsboxen, sogar an das gelb beleuchtete Chrysler-Gebäude: New York ist gelb. Wer nicht dort war, weiß es von den Bildern der Stadt.
Klischee und Image
"Überall auf der Welt kennt man heute die gleichen Bilder besonderer Orte: der Skyline von New York, des Verkehrschaos' in Bangkok und so weiter. In diesem Sinne stehen Bilder unter dem permanenten Verdacht der Verflachung vielfältiger, dichter Orte zu bloß klischeehaften Motiven", erklärt Martina Löw, Professorin für Soziologie in Darmstadt.
Städte brauchen ihre Klischees und befördern sie in alle Welt, um im touristischen Konkurrenzkampf einzigartige Profile vorzuweisen. Die Gestaltung des jeweiligen Ortes ist wichtig; um ihn im permanenten Vergleich zu positionieren, um Besucher anzuziehen und um das Image zu verbessern. Das Wort Image heißt übersetzt ja nichts anderes als Bild.
New York, New York...
Der Entertainer Frank Sinatra brachte es einst auf den Punkt, als er sagte: "If I can make it there, I can make it anywhere." Schaffe ich es dort, schaffe ich es überall. New York ist demnach die Stadt, in der alles möglich ist, der große Sumpf, in dem nur Erfolg hat, wer sich anstrengt. New York ist der Maßstab, an dem sich alles misst: An die Legende unbegrenzter Freiheiten und Herausforderungen knüpfte auch die Zeitschrift Maxi an, als sie 1998 fragte: "Sind Sie reif für Berlin?" Auch in der deutschen Hauptstadt könne der Risikofreudige angeblich alles erreichen.
Macht der Bilder
Den Zusammenhang zwischen den Bildern und dem Ruf des Ortes weiß gerade die Bildfabrik New York zu nutzen. Deren Vormachtstellung in Kultur und Lifestyle kommt nicht von ungefähr: Kaum eine andere Stadt steht so im Fokus wie New York. Täglich erreichen Neuigkeiten aus der Metropole alle Länder der Welt. Und nicht nur der Ort, das Lebensgefühl "New York" wird durch Bilder übertragen.
Die "graue Lady": Eine Reklametafel für die New York Times von 1895, ausgestellt im Musée des Arts Décoratifs in Paris.
New York und die Medien
Schon am Morgen, beim Blick in die Zeitung, dauert es nicht lang, bis sich New York aufdrängt. Überall gibt es Verweise auf New Yorks "graue Lady", die Times. Die Stimme der Times ist mit ihrem liberalen Ruf seit 1896 maßgebend für die Berichterstattung vieler internationaler Journalisten. Das dahinter stehende Unternehmen New York Times Company umfasst insgesamt siebzehn Zeitungen, neun Fernsehsender und zwei Radiostationen...
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New York ist Programm
Eine der frühen bekannten TV-Serien, die in New York spielte, war The Honeymooners von 1955. Die Serie des New Yorker Senders CBS stand unter anderem Pate für die Zeichentrickserie Die Feuersteins. 1969 ging in Queens, New York, erstmals die Sesamstraße auf Sendung.
In den 1970er Jahren waren es vor allem die CBS-Produktionen Die Jeffersons oder Kojak, die europäisches Publikum fanden. Aus der folgenden TV-Dekade ragen Die Cosby Show und die nach dem gleichnamigen Film gedrehte Serie Fame heraus. Der Sender NBC wurde damit führend in der Serienproduktion.
In den 1990ern baute NBC mit Serien wie Seinfeld, Verückt nach dir, Law & Order, Will & Grace und Friends seinen Marktanteil aus. Doch der Konkurrent schlief nicht: CBS legte mit Die Nanny und King of Queens nach. Vor allem die so genannten Sit-Coms (von Situations-Komik) erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit.
Mit Die Sopranos und Sex and the City verschaffte sich der New Yorker PayTV-Sender HBO erstmals internationale Aufmerksamkeit. Aktuell sieht man auch hierzulande dessen Produktionen How I met your Mother oder Flight of the Concords.
Es ist schwer, an einem Fernsehabend an den Giganten CBS, NBC oder HBO vorbei zu kommen. Viele europäische Sender übernehmen deren Produktionen; US-amerikanische Serien dominieren das Fernsehprogramm. New York als heimliche Hauptstadt der USA trägt seinen entsprechenden Teil dazu bei - als Produktionsstätte und als Schauplatz der Vorabendgeschichten.
Eine der frühen bekannten TV-Serien, die in New York spielte, war The Honeymooners von 1955. Die Serie des New Yorker Senders CBS stand unter anderem Pate für die Zeichentrickserie Die Feuersteins. 1969 ging in Queens, New York, erstmals die Sesamstraße auf Sendung.
In den 1970er Jahren waren es vor allem die CBS-Produktionen Die Jeffersons oder Kojak, die europäisches Publikum fanden. Aus der folgenden TV-Dekade ragen Die Cosby Show und die nach dem gleichnamigen Film gedrehte Serie Fame heraus. Der Sender NBC wurde damit führend in der Serienproduktion.
In den 1990ern baute NBC mit Serien wie Seinfeld, Verückt nach dir, Law & Order, Will & Grace und Friends seinen Marktanteil aus. Doch der Konkurrent schlief nicht: CBS legte mit Die Nanny und King of Queens nach. Vor allem die so genannten Sit-Coms (von Situations-Komik) erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit.
Mit Die Sopranos und Sex and the City verschaffte sich der New Yorker PayTV-Sender HBO erstmals internationale Aufmerksamkeit. Aktuell sieht man auch hierzulande dessen Produktionen How I met your Mother oder Flight of the Concords.
Es ist schwer, an einem Fernsehabend an den Giganten CBS, NBC oder HBO vorbei zu kommen. Viele europäische Sender übernehmen deren Produktionen; US-amerikanische Serien dominieren das Fernsehprogramm. New York als heimliche Hauptstadt der USA trägt seinen entsprechenden Teil dazu bei - als Produktionsstätte und als Schauplatz der Vorabendgeschichten.



