Der Stadtplan
Seit jeher ein beliebtes Mittel zur Machtdemonstration: sich in Stein verewigen lassen. Manchem Herrscher reichten Denkmäler nicht, er ordnete den Bau ganzer Städte an. So entstand auch das Paris von heute.Weite, von Bäumen gesäumte Avenuen prägen heute das Pariser Stadtbild - Erbe des Stadtumbaus nach der Revolution.
Altes Paris?
Dabei ist dieses Paris gar nicht so alt - es entstand vor gerade mal einhundertfünfzig Jahren. Noch 1850 sah die Hauptstadt Frankreichs völlig anders aus. Ihr Zentrum durchzog damals ein Gewirr aus engen, dunklen Gassen, die statt von Bäumen von dicht aneinander gedrängten mehrstöckigen Häusern gesäumt waren.
Über Jahrhunderte war die Stadt an der Seine organisch gewachsen und um der wachsenden Bevölkerung Unterkunft geben zu können, ließen die Bewohner kaum ein Fleckchen an den Straßen unbebaut, teilten die Parzellen in immer kleinere Bauflächen und stockten die Häuser auf.
Unerträglicher Gestank
Mitte des 19. Jahrhunderts - im Zeitalter der Industrialisierung - wuchs die Bevölkerung erneut stark an, der Platzmangel und die damit verbundenen Probleme nahmen zu. Dichter hoben jetzt weniger die Schönheit der Stadt hervor als ihren Gestank. Die katastrophalen hygienischen Verhältnisse - es gab kaum Kanalisation oder Grünflächen - lieferten den Nährboden für Krankheiten, die sich wegen der hohen Bevölkerungsdichte schnell ausbreiteten. Vor Dreck und Gestank flohen die gut situierten Bürger in die Vororte, die Armen blieben zurück.
So verkam die Pariser Innenstadt allmählich zum Slum - bis an den Louvre, den Staatspalast, reichten die heruntergekommenen Hütten. Inakzeptable Zustände, fand Napoleon III., der 1852 die absolute Macht in Frankreich erlangte. Tief beeindruckt vom aufstrebenden London, plante der frisch gekrönte Kaiser, Paris zu einer modernen Metropole zu machen, die sich mit anderen europäischen Hauptstädten messen konnte. Nicht nur dem alten Erzfeind England, der ganzen Welt wollte Napoleon III. die neue Größe seines Reichs vor Augen führen.
Des Kaisers ehrgeizige Pläne
Unter Napoleon III. erlebte die französische Hauptstadt eine Umgestaltung, die alle städteplanerischen Maßnahmen früherer Herrscher weit in den Schatten stellte. Baron Georges-Eugène Haussmann, 1853 vom Kaiser zum Präfekten von Paris ernannt, war der richtige Mann zur Umsetzung der ehrgeizigen Bauvorhaben. Wie der Kaiser war auch der Herzog von Persigny, Innenminister und enger Berater Napoleons III., beeindruckt von der Energie dieses "halsstarrigen, dickfelligen, kühnen, selbstsicheren" Kraftprotzes, der "stundenlang über sein Lieblingsthema, über sich selbst reden konnte".
Frische Luft und freie Bahn
Mit Energie und Selbstbewusstsein ging der Egomane Haussmann auch an die Neuerschaffung der Hauptstadt. Nur siebzehn Jahre brauchte der Baron, um Paris radikal zu verändern, seine über Jahrhunderte gewachsene Struktur zu zerstören - und Neues auf die freigewordenen Flächen zu setzen. Gegen den unerträglichen Gestank half der Ausbau des Kanalisationssystems. Die neuen Parks sollten nicht nur hübsch aussehen, sondern auch Licht und frische Luft ins Zentrum der Stadt bringen...
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Paris - ein Überblick
Die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France geht auf die keltische Siedlung Lutetia zurück, die der Stamm der Parisii im dritten Jahrhundert v. Chr. gründete. Die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von 105 Quadratkilometer, das Ballungsgebiet über 14.518 Quadratkilometer.
In den zwanzig Vierteln der Kernstadt, den Arrondissements, leben rund 2,2 Millionen Menschen, der Großraum Paris zählte 2008 mehr als 10 Millionen Einwohner. Seit 2001 ist der Sozialdemokrat Bertrand Delanoë Bürgermeister von Paris. Frankreichs ehemaliger Staatspräsident Jacques Chirac hatte dieses Amt von 1977 bis 1995 inne.
Die Hauptstadt Frankreichs und der Region Île-de-France geht auf die keltische Siedlung Lutetia zurück, die der Stamm der Parisii im dritten Jahrhundert v. Chr. gründete. Die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von 105 Quadratkilometer, das Ballungsgebiet über 14.518 Quadratkilometer.
In den zwanzig Vierteln der Kernstadt, den Arrondissements, leben rund 2,2 Millionen Menschen, der Großraum Paris zählte 2008 mehr als 10 Millionen Einwohner. Seit 2001 ist der Sozialdemokrat Bertrand Delanoë Bürgermeister von Paris. Frankreichs ehemaliger Staatspräsident Jacques Chirac hatte dieses Amt von 1977 bis 1995 inne.
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Blitztour durch Paris
Highlights eines Parisbesuches sind der Eiffelturm, mit seiner fabelhaften Aussicht über die Stadt, und die Kathedrale Notre-Dame de Paris, 1345 fertig gestellt und ein Bauwerk von erhabener Schönheit. Kunstinteressierte sollten sich den Louvre nicht entgehen lassen; das Museum beherbergt weltberühmte Werke wie die Mona Lisa und die Venus von Milo. Liebhaber moderner Kunst von Cézanne bis van Gogh kommen im Musée d'Orsay auf ihre Kosten. Beeindruckende Bauwerke sind der Arc de Triomphe und das Panthéon, die nationale Ruhmeshalle.
Das Nachtleben pulsiert vor allem rund um den Place de la Bastille, zum Shoppen geht man ins Forum des Halles. Wer es ruhiger angehen möchte, kann sich in einem der vielen Parks in der Stadt entspannen, zum Beispiel in den Tuilerien oder im Jardin de Luxembourg. Zum Bummeln lädt das Quartier Butte aux Cailles mit seinen malerischen Kopfsteinpflasterstraßen und sympathischen Cafés ein. Der Charme des Künstlerviertels Montmartre, über dem die Basilique du Sacré-Cœur thront, lockt ebenfalls.
Auch Abgründiges gibt es in Paris: Das mehr als dreihundert Kilometer lange System der Katakomben, in dem unter anderem jahrhundertealte Gebeine dekorativ aufgeschichtet sind, ist für geführte Besichtigungen zugänglich. Manche Nächte gibt es dort angeblich illegale Partys. Zu empfehlen ist außerdem ein Besuch auf dem Friedhof Père Lachaise - nicht nur wegen der Gräber von Oscar Wilde und Edith Piaf, sondern auch wegen der Schatten spendenden Baumalleen.
Ausklingen lässt man den anstrengenden Stadtrundgang vielleicht auf den Stufen des Panthéon: Ein Baguette in der Hand, hat man dort einen wunderbaren Blick auf den Eiffelturm, während die Sonne hinter dem Jardin de Luxembourg untergeht.
Highlights eines Parisbesuches sind der Eiffelturm, mit seiner fabelhaften Aussicht über die Stadt, und die Kathedrale Notre-Dame de Paris, 1345 fertig gestellt und ein Bauwerk von erhabener Schönheit. Kunstinteressierte sollten sich den Louvre nicht entgehen lassen; das Museum beherbergt weltberühmte Werke wie die Mona Lisa und die Venus von Milo. Liebhaber moderner Kunst von Cézanne bis van Gogh kommen im Musée d'Orsay auf ihre Kosten. Beeindruckende Bauwerke sind der Arc de Triomphe und das Panthéon, die nationale Ruhmeshalle.
Das Nachtleben pulsiert vor allem rund um den Place de la Bastille, zum Shoppen geht man ins Forum des Halles. Wer es ruhiger angehen möchte, kann sich in einem der vielen Parks in der Stadt entspannen, zum Beispiel in den Tuilerien oder im Jardin de Luxembourg. Zum Bummeln lädt das Quartier Butte aux Cailles mit seinen malerischen Kopfsteinpflasterstraßen und sympathischen Cafés ein. Der Charme des Künstlerviertels Montmartre, über dem die Basilique du Sacré-Cœur thront, lockt ebenfalls.
Auch Abgründiges gibt es in Paris: Das mehr als dreihundert Kilometer lange System der Katakomben, in dem unter anderem jahrhundertealte Gebeine dekorativ aufgeschichtet sind, ist für geführte Besichtigungen zugänglich. Manche Nächte gibt es dort angeblich illegale Partys. Zu empfehlen ist außerdem ein Besuch auf dem Friedhof Père Lachaise - nicht nur wegen der Gräber von Oscar Wilde und Edith Piaf, sondern auch wegen der Schatten spendenden Baumalleen.
Ausklingen lässt man den anstrengenden Stadtrundgang vielleicht auf den Stufen des Panthéon: Ein Baguette in der Hand, hat man dort einen wunderbaren Blick auf den Eiffelturm, während die Sonne hinter dem Jardin de Luxembourg untergeht.



