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Automobil

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Carl Benz
Unter der Nummer 37 435 geht im Jahr 1886 ein dreirädriges motorbetriebenes Fahrzeug (ein so genanntes Tricycle) in die Annalen des Reichspatentamtes ein. Das Gefährt hat eine Leistung von 0,8 PS und erreicht eine Maximalgeschwindigkeit von 18 Kilometer pro Stunde. Sein Erbauer ist der 42-jährige Ingenieur Carl Benz.

Fünfzehn Jahre lang hat Benz in Mannheim an einem selbstbeweglichen schienenlosen Fahrzeug gearbeitet, doch die Öffentlichkeit zeigt zunächst kein Interesse an dem "Wagen ohne Pferde". Immerhin, das Fahrzeug gewinnt nationale und internationale Anerkennung bei der Münchner Kraft- und Arbeitsmaschinenausstellung 1888 und bei der Pariser Weltausstellung 1889. Benz arbeitet unermüdlich an der Verbesserung seines Vehikels und entwickelt zahlreiche Autokomponenten weiter, darunter Viertaktmotor, Zündkerzen, Vergaser und Kühler.

Ab den frühen 1890er Jahren verkaufen sich Benz' Fahrzeuge endlich; im Jahr 1900 baut die Firma Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik Mannheim 603 verschiedene Wagen, vom Volksautomobil bis zum Rennwagen, und ist die größte Automobilfabrik der Welt. Nur drei Jahre später scheidet Carl Benz wegen Meinungsverschiedenheiten aus dem Unternehmen aus. 1906 gründet er die Firma C. Benz Söhne, wo er weitere Modelle entwickelt.

Die Verkaufszahlen bleiben allerdings bescheiden; in den 1920er Jahren stellt C. Benz Söhne die Autoproduktion ein und ist nur noch als Automobilzulieferer tätig. Benz' frühere Firma Benz & Cie. und die Daimler-Motoren-Gesellschaft gehen 1926 zur Daimler-Benz AG zusammen. Am 4. April 1929 stirbt Carl Benz im Alter von 84 Jahren.