Leben auf dem Meer
Von wenigen Dutzend bis zu einigen Hundert Menschen leben und arbeiten auf solch einer stählernen Insel. Die Bedingungen sind hart, das Klima rau.Die Arbeit am Bohrgestänge gehört zu den schwersten an Bord einer Bohrinsel. (Bild: Ben-Nevis-Plattform; Deutsche BP)
Förderausfälle unerwünscht
Bei schlechtem Wetter kann es schnell mal passieren, dass die Wellen bis zu zwanzig Meter hoch schlagen. Wenn ein Orkan das Meer aufpeitscht, rollen riesige Brecher auf die Ölplattform zu. Dennoch muss die Arbeit weitergehen, muss die Mannschaft pausenlos das Schwarze Gold aus der Tiefe pumpen. Förderausfälle will sich kein Ölkonzern leisten.
Stürme und Riesenwellen
Zwar stellt aufgewühlte See im Normalfall keine ernsthafte Bedrohung dar. Einige Plattformen fielen ihr trotzdem zum Opfer: Ein Sturm ließ 1980 die Alexander Kielland vor der norwegischen Küste kentern; es starben 160 Menschen. 1982 sank die Ocean Ranger vor Neufundland, weil eine mehr als 30 Meter hohe Riesenwelle über sie hereinbrach; sie riss alle 84 Mann Besatzung in den Tod.
Respekt vor dem Feuer
Größeren Respekt noch als vor dem flüssigen Element haben die Mitarbeiter auf einer Bohrinsel vor Feuer. Als warnendes Beispiel steht ihnen das Schicksal der britischen Piper Alpha vor Augen: Am 6. Juli 1988 trat durch ein Leck unbemerkt Gas aus einer Leitung aus. Ein Funken entzündete das Gas, es kam zur Explosion, die Plattform fing an zu brennen. 167 Arbeiter verloren ihr Leben.
Guter Lohn für gefährliche Arbeit
Zu Unfällen dieser Art - obgleich selten mit ähnlich hohen Opferzahlen - kommt es trotz strenger Sicherheits- vorkehrungen immer wieder. Begehrt sind Arbeitsplätze auf Bohrinseln dennoch: Zum einen versprechen sie einen Hauch von Abenteuer und Nervenkitzel; zum anderen sind sie gut bezahlt, auch wenn die astronomischen Summen früherer Tage längst der Vergangenheit angehören...
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Infobox
Bohrinseln...
gibt es in drei verschiedenen Bauarten. Ölplattformen sitzen auf einem massiven Sockel, der bis zum Meeresgrund hinabreicht. Verschiedene Funktionsbereiche solcher Anlagen sind für Bohrung, Förderung und Raffinierung des Erdöls verantwortlich. Ihre feste Montage macht sie unbeweglich; 25 Jahre und mehr sollen sie an ein und derselben Stelle das Öl nach oben pumpen und verarbeiten.
Eine andere Variante sind Hubbohrinseln, die in bis zu 200 Meter tiefem Wasser einsatzfähig sind. Mit drei oder vier Gerüstbeinen stehen sie auf dem Boden der See; müssen sie den Einsatzort wechseln, fahren sie die Beine ein und können so von einem Spezialschiff zum nächsten Ölfeld gebracht werden.
Halbtaucherbohrinseln hingegen sitzen nicht unmittelbar auf dem Meeresgrund auf. Sie treiben an der Oberfläche, getragen von gigantischen Schwimmkörpern unter Wasser, die für Auftrieb und Stabilität sorgen. Anker halten Halbtaucherbohrinseln an Ort und Stelle.
gibt es in drei verschiedenen Bauarten. Ölplattformen sitzen auf einem massiven Sockel, der bis zum Meeresgrund hinabreicht. Verschiedene Funktionsbereiche solcher Anlagen sind für Bohrung, Förderung und Raffinierung des Erdöls verantwortlich. Ihre feste Montage macht sie unbeweglich; 25 Jahre und mehr sollen sie an ein und derselben Stelle das Öl nach oben pumpen und verarbeiten.
Eine andere Variante sind Hubbohrinseln, die in bis zu 200 Meter tiefem Wasser einsatzfähig sind. Mit drei oder vier Gerüstbeinen stehen sie auf dem Boden der See; müssen sie den Einsatzort wechseln, fahren sie die Beine ein und können so von einem Spezialschiff zum nächsten Ölfeld gebracht werden.
Halbtaucherbohrinseln hingegen sitzen nicht unmittelbar auf dem Meeresgrund auf. Sie treiben an der Oberfläche, getragen von gigantischen Schwimmkörpern unter Wasser, die für Auftrieb und Stabilität sorgen. Anker halten Halbtaucherbohrinseln an Ort und Stelle.


