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Chemie

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Wilhelm Ostwald...
gilt als Begründer der Physikalischen Chemie, die den Verlauf chemischer Reaktionen mit Hilfe physikalischer Methoden erforscht. Die Entdeckung der Gesetzmäßigkeiten der Katalyse brachte ihm 1909 den Nobelpreis ein. Weitere bedeutende Leistungen sind das Wilhelm-Ostwald-Verfahren (Gewinnung von Salpetersäure durch Oxydation von Ammoniak) und das Ostwaldsche Verdünnungsgesetz (die molekulare Leitfähigkeit einer Säure nimmt proportional zum Grad ihrer Verdünnung zu). Auch der Begriff Mol für molekulare Masse geht auf Ostwald zurück. Diese und andere ostwaldsche Erkenntnisse waren industriell nutzbar und trugen zum Aufschwung der chemischen Industrie im 19. Jahrhundert bei.

Das hohe Ziel universaler wissenschaftlicher Kooperation suchte Ostwald durch ehrgeizige Projekte zu realisieren: Die 1911 gegründete Organisation Die Brücke diente der Sammlung und Ordnung allen Wissens. Zur Vereinfachung internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit schlug er die Verwendung einer Welthilfssprache (Esperanto, später Ido) vor und entwickelte darüber hinaus ein Weltformat für alle wissenschaftlichen Publikationen. Dieses Format ist die Grundlage der heutigen DIN-Norm.