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Hubschrauber

Infobox

Wie sie fliegen
Einen Hubschrauber zum Fliegen zu bringen und ihn auch noch zu lenken, ist ein komplizierter Vorgang. Den Hauptteil der Arbeit leisten die großen Rotorblätter des Hauptrotors. Für den Auftrieb ist nicht etwa die Geschwindigkeit der Rotation verantwortlich (die ist nämlich konstant), sondern der so genannte Anstellwinkel. Das ist der Winkel zwischen der Rotationsebene und der Ebene jedes Rotorblatts. Je größer dieser Winkel ist, desto mehr Auftrieb hat der Hubschrauber. Der Pilot im Cockpit verändert den Anstellwinkel mit dem Kollektiven Blattverstellhebel, Pitch genannt, und befördert den Helikopter so - einem Fahrstuhl ähnlich - nach oben und unten.

Die Richtung des Hubschraubers bestimmt der Pilot mittels Steuerknüppel. Der verstellt den Anstellwinkel der Rotorblätter nicht kollektiv, sondern zyklisch: Soll der Helikopter zum Beispiel nach vorne fliegen, wird der Anstellwinkel der Rotorblätter jeweils im hinteren Bereich der Rotation vergrößert - damit erhält der Rotor dort mehr Auftrieb, die Rotationsebene "kippt" nach vorn und der Hubschrauber bewegt sich vorwärts.

Den Gesetzen der Physik nach müsste sich der Rumpf des Hubschraubers eigentlich in der Luft gegen die Richtung des Hauptrotors drehen. Das verhindert der Heckrotor - er erzeugt (nach dem gleichen Prinzip wie der Hauptrotor) einen horizontalen Schub gegen das Drehmoment des Hauptrotors und stabilisiert so die Fluglage. Indem der Pilot diesen Schub reguliert, versetzt er den Helikopter in Drehung: bei niedrigerem Schub mit dem Drehmoment, bei höherem Schub diesem entgegen.