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Roboter

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Person aus Silikon und Stahl
Zwei braune Augen strahlen aus ihrem freundlichen Gesicht. Höflich antwortet die junge Frau auf die Frage, woher sie komme, mit sanfter Stimme: "Aus Japan. Dort wurde ich gebaut." Actroid, so der Name der Dame mit den glänzenden schwarzen Haaren und dem zurückhaltenden Lächeln, ist ein Roboter.

Adrett gekleidet - mal im Kostüm, mal im Kimono - arbeitet sie als Messehostess für die Firma, die die zarte Person aus Silikon und Stahl erschaffen hat. Humanoide Roboter wie Actroid werden dem Menschen immer ähnlicher - gemacht: Vor allem japanische Forscher arbeiten gezielt an der Entwicklung so genannter Partnerroboter, die fähig sind, emotionale Beziehungen zum Menschen aufzubauen.

Das setzt aber voraus, dass die Maschinen dem Menschen nicht nur ähneln, sondern sich auch so verhalten wie er. Noch erinnern die meisten Exemplare in Mimik, Gestik und Körperbewegungen nur wenig an ihr natürliches Vorbild.

Über die Perfektionierung der Silikon-Stahl-Sensoren-Maschinen grübelt Professor Hiroshi Ishigoro an der Universität Osaka. Höhepunkt seiner bisherigen Forschung: ein Double von sich selbst. Der selbsternannte "japanische Frankenstein" schuf ein ferngesteuertes Ebenbild mit exakt nachgeahmten Gesichtszügen und identischer Mimik.

Wie ein Zwillingspaar treten Ishigoro und sein Geminoid stets im gleichen Dress auf. Manchmal schickt der Professor seinen Doppelgänger in den Hörsaal, statt selbst die Vorlesung zu halten. Zwar sorgen Sensoren an seinen Lippen für originalgetreue Mundbewegungen bei der Kopie - sprechen muss Ishigoro aber immer noch selbst.