Seite drucken

LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

Dieser Artikel gehört zum Thema

Seenot

Infobox

Ohne Hilfe von außen...
muss die Gefahr unabwendbar sein. Erst dann liegt, auch im juristischen Sinn, Seenot vor. Dass es sich um Gefahr für Leib und Leben von Besatzung oder Passagieren handelt, gilt ohnedies als selbstverständlich. Der Mastbruch einer Segeljacht, wenn sie noch per Motor den Hafen erreichen kann, rechnet also nicht zu den Seenotfällen. Ein Überfall durch Piraten rechtfertigt den Notruf hingegen wieder.

Infobox

Save our souls
- "Rettet unsere Seelen!" - soll der SOS-Ruf bedeuten - so sagt es die Legende. Das stimmt so nicht. Die drei Buchstaben bilden kein Kurzwort, sie wurden aus rein praktischen Erwägungen vereinbart: "...---...", die Form im Morsealphabet lässt sich eben einfach senden, ist markant, und kommt in üblichen Buchstabenkombinationen selten vor. Also ist sie auffällig genug für ein Notsignal.

Heute, im Zeitalter des Sprechfunks, ersetzt das Wort Mayday den SOS-Ruf weitgehend. Nein, auch diesmal ist das Wort nicht wörtlich zu nehmen, meint niemand einen "schönen Maientag". Was da im Seenotverkehr - über 156,800 Megahertz (Kanal 16) - ergeht, ist nur eine Verballhornung des französischen m'aidez ("Helfen Sie mir!").