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Überschall

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Schneller als der Schall
Die Geschwindigkeit des Schalls (Mach 1) ist keine feste Größe. Sie hängt ab von der Dichte und von der Temperatur des umgebenden Mediums. Generell gilt: Je höher die Dichte und je höher die Temperatur, desto schneller der Schall. Deshalb ist die Schallgeschwindigkeit im Wasser zum Beispiel um ein Mehrfaches höher als in der Luft. Ein U-Boot müsste knapp unter der Wasseroberfläche, bei 20 Grad Celsius, rund 5.330 Stundenkilometer schnell sein, um die Schallmauer zu durchbrechen.

Infolgedessen ist die Geschwindigkeit Mach 1 auch für Luftfahrzeuge relativ: In Bodennähe, also bei vergleichsweise hoher Luftdichte und Temperatur, beträgt sie etwa 1.152 bis 1.224 Stundenkilometer. Auf 10.000 Meter Höhe, bei geringerer Luftdichte und niedrigerer Temperatur, reduziert sie sich auf 1.050 Stundenkilometer. Die Geschwindigkeit eines Flugzeugs in Mach bezieht sich auf die so genannte true airspeed (tas), also auf die Geschwindigkeit in Bezug zur umgebenden Luft, nicht auf die Geschwindigkeit relativ zum Boden.

Nähert sich ein Flugzeug der Schallgeschwindigkeit, kommt es durch Zusammenpressen der Luft zu Stoßwellen. Der dadurch verursachte aerodynamische Widerstand wird bildhaft Schallmauer genannt. Nach Durchbrechen der Schallmauer sinkt der Widerstand zwar, bleibt aber immer noch deutlich höher als bei Unterschallgeschwindigkeit. Die Stoßwelle, die nahe der Überschallgeschwindigkeit entsteht, breitet sich hinter dem Flugzeug kegelförmig aus und erreicht mit entsprechender Verzögerung den Boden. Ihre hörbare Auswirkung ist der Überschallknall.