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Affen

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Nutztiere im engen Sinn sind Schimpansen, Gorillas & Co. nicht. Allerdings wird ihnen ihre physiologische Ähnlichkeit mit den Menschen oft zum Verhängnis, wo es um medizinische Studien geht. Als Klassiker darf hierbei der Rhesusaffe gelten, an dem Mediziner 1940 den Rhesusfaktor als Eigenschaft des Blutes entdeckten.

Die Nachfrage nach Versuchstieren war in der Vergangenheit mitunter so hoch, dass sie zur Dezimierung ganzer Populationen führte. Heute stammen Labortiere meist aus eigener Zucht. Die mit Tierversuchen an Primaten verbundenen besonderen ethischen Probleme entschärft letzteres freilich kaum: "Warum ist es zulässig, Versuche mit dem Homo troglodytes (dem gemeinen Schimpansen) anzustellen und nicht mit dem Homo sapiens?", fragt der US-amerikanische Anthropologe Jared Diamond unter Anspielung auf die genetische Nähe von Mensch und Menschenaffe.

Wenig rücksichtsvoll ist auch die Verwendung von Primaten in einem entlegeneren Gebiet menschlichen Tuns: in der Raumfahrt. "Pionier" war hier der Totenkopfaffe Gordo, den eine Redstone-Rakete 1958 ins Weltall katapultierte. In ziemlich dichter Reihenfolge schossen USA und UdSSR später Dutzende Primaten auf Erdumlaufbahnen oder verwendeten sie für Belastungstests. Wenige Tiere überstanden dies unbeschadet.